Der US-amerikanische Cloud-Spezialist Oracle startet mit jeder Menge Rückenwind in den Wall-Street-Handel am Mittwoch. Positive Impulse gehen von den jüngsten Quartalszahlen aus, die das Unternehmen am Dienstagabend vorgelegt hat (DER AKTIONÄR berichtete). Die Analysten zeigen sich klar optimistisch.
Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Oracle zwar nach den Zahlen von 230 auf 210 Dollar gesenkt, die Aktien aber von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft. Mit der Beschleunigung des Wachstums habe der Software-Entwickler und Cloud-Anbieter "geliefert", meint Mark Murphy. Seiner Ansicht nach habe der jüngste Ausverkauf der Aktien nun ein verbessertes Verhältnis von Chancen und Risiken zur Folge.
Besonders bullish bleibt Jefferies mit einem Kursziel von satten 320 Dollar, die Einstufung lautet weiterhin "Buy". Der Softwarekonzern habe stark abgeschnitten und einen klaren Beweis geliefert, dass seine KI-Infrastruktur-Strategie zu dauerhaften Aufträgen und Umsätzen führe, schrieb Brent Thill in seinem am Mittwoch vorliegenden Kommentar. Das Chance-Risiko-Profil der Aktien bleibe positiv.
Auch Goldman Sachs rät unverändert zum Kauf, reduzierte allerdings den Zielkurs von 240 auf 228 Dollar. Die starke Kursreaktion führt Analystin Gabriela Borges auf die erhöhten Ziele für die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) zurück. Hier zeichne sich eine Beschleunigung im vierten Geschäftsquartal ab und die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 liege vier Prozent über dem Konsens. Goldman-Expertin Borges schraubte ihre Bewertung allerdings etwas nach unten.
Der Optimismus kehrt bei Oracle nach der enttäuschenden Performance in den zurückliegenden Monaten wieder peu à peu zurück. Anleger sollten sich den Cloud-Titel auf die Watchlist setzen und abwarten, ob sich der Kurssprung nach den Zahlen als nachhaltig herauskristallisiert.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 13:25