Der Rebound in den USA läuft heute weiter, insbesondere im Nasdaq 100. Doch das übermäßig starke Plus von Intel mit fast zehn Prozent sticht dann doch ins Auge. Das liegt nicht nur an der allgemeinen Markterholung, sondern hat noch einen anderen Grund, der Anlegern gefällt.
Die Aktie von Intel hat seit letztem Sommer eine beachtliche Rally aufs Parkett gelegt und im Januar ein neues Verlaufshoch erklommen. Doch der Beginn des Iran-Kriegs im Februar hat auch hier für sinkende Kurse gesorgt. Jedoch hat sich der Halbleiterwert erstaunlich gut gehalten und mit einem satten Plus wurde im Intraday-Handel die 50-Tage-Linie bei 46,25 Dollar wieder übersprungen.
Die Meldung, die den Markt elektrisiert, hängt mit einer Chipfabrik in Irland zusammen. Vor zwei Jahren hatte Intel an von Apollo verwaltete Fonds und verbundene Unternehmen für 11,2 Milliarden Dollar einen Anteil von 49 Prozent an dem Werk veräußert. Die Mehrheit über Fab 34 verbleibt somit bei Intel.
Fab 34 produziert Chips wie Intels Core Ultra und Xeon 6 auf Basis der Fertigungstechnologien Intel 4 und Intel 3. Bis zur Bekanntgabe der Vereinbarung im Juni 2024 hatte Intel bereits 18,4 Milliarden US-Dollar in Fab 34 investiert. Mit Hilfe von Apollo konnte Intel den Ausbau seiner Fertigungsprozesse in Europa sowie des 18A-Knotens in den USA beschleunigen.
Intel plant nun, mit liquiden Mitteln sowie durch Erlöse aus der Ausgabe neuer Schulden im Volumen von rund 6,5 Milliarden Dollar, den Rückkauf zu finanzieren. Die Transaktion soll zum Gewinn je Aktie beitragen und zugleich das Kreditprofil von Intel ab 2027 stärken, teilte das Unternehmen mit.
Die Nachricht kommt gut an und zeigt, dass die Turnaround-Story bei Intel läuft. Für die Bilanz ist die Transaktion positiv. Charttechnisch würde sich mit dem Sprung über die 50-Tage-Linie auf Schlusskursbasis ein neues Kaufsignal ergeben. Investierte Anleger bleiben mit Stopp bei 32,00 Euro an Bord.
Heute, 18:50