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25.06.2020 Thomas Bergmann

Kampf um 200-Tage-Linie: Das ist einer der Gründe für den jüngsten DAX-Absturz

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DAX

Trotz positiver Signale vom Ifo-Index hat der DAX am Vortag 3,43 Prozent auf 12.093 Punkte verloren. Er folgte damit der Wall Street – der Dow Jones gab 2,72 Prozent ab – in den tiefroten Bereich. Marktteilnehmer führen das schwache Abschneiden auf die hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen in den USA zurück. Doch auch auf politischer Ebene gibt es Entwicklungen, die vielen Investoren nicht gefallen.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex für Juni stieg von von 79,7 Punkten im Mai auf 86,2 Zähler und damit stärker als von Ökonomen erwartet (85). "Dies ist der stärkste jemals gemessene Anstieg", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Die deutsche Wirtschaft sieht Licht am Ende des Tunnels." Die befragten Manager schätzten ihre Geschäftsaussichten und – erstmals seit Beginn der Corona-Krise – auch ihre Lage wieder günstiger ein als zuletzt.

Die positiven Daten verhalfen den DAX am Mittwoch wieder über 12.300, doch mit Handelsauftakt an der Wall Street beschleunigte sich der Abverkauf wieder. Der Dow Jones verlor in den ersten beiden Handelsstunden rund 860 Zähler, um sich dann bei minus 710 einzupendeln.

Neben den Corona-Sorgen gibt es einen weiteren Grund für die Kursschwäche. Der heißt Joe Biden. Der demokratische Präsidentschaftskandidat hat in den Umfragen deutlich bessere Werte als Amtsinhaber Trump.

CNBC

Viele Wall Street-Analysten warnen deshalb ihre Kunden, dass eine Biden-Präsidentschaft nicht gut für die Börse sein wird, berichtet das US-Medium CNBC. Der frühere Vizepräsident habe zugesagt, das von Präsident Donald Trump unterzeichnete Steuersenkungsgesetz zurückzunehmen. Dies würde sich negativ auf die Unternehmensgewinne und in der Folge auf die Börsen auswirken.

Laut einer Umfrage von RBC Capital Markets sehen 60 Prozent der Befragten eine Biden-Präsidentschaft als bearish oder sehr bearish für Aktien.

DAX (WKN: 846900)

Für den DAX geht es jetzt darum, die 200-Tage-Linie (12.157) zu verteidigen und einen Absturz unter 12.000 zu verhindern. In dem Fall würde ein Rücksetzer bis zum Juni-Tief bei 11.600 wahrscheinlich sein. 

DER AKTIONÄR hatte vor zwei Tagen beim Sprung über 12.500 eine Long-Position gewagt, die dann aber tags darauf gleich wieder ausgestoppt wurde. Sollte der DAX jedoch die 200-Tage-Linie durchbrechen, ist eine Short-Position angedacht. Wir informieren unsere Abonnenten rechtzeitig über unseren Service "AKTIONÄR plus".

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