Der Ölmarkt steht weiter unter Hochspannung: Zum Wochenstart steigen die Preise weiter an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent wird am Montagvormittag für gut 110 Dollar gehandelt, ein Barrel der US-Sorte WTI bei gut 111 Dollar. Am frühen Morgen lagen die Preise sogar noch darüber. Hintergrund ist die Angst vor einer weiteren Eskalation im Iran.
US-Präsident Donald Trump setzte Teheran ein Ultimatum, die Straße von Hormus bis Dienstag zu öffnen – andernfalls drohen Angriffe auf zentrale Infrastruktur wie Kraftwerke und Brücken. „Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen", so Trump am Sonntag. Die strategisch wichtige Meerenge ist faktisch blockiert, nachdem es wiederholt zu Angriffen auf Tanker kam. Vor Beginn des Krieges liefen rund 20 Prozent der globalen Öllieferungen durch diese Route.
Die Folgen sind gravierend: Es zeichnet sich die größte Angebotsstörung der Geschichte ab. Laut TD Securities könnten bis Monatsende fast eine Milliarde Barrel ausfallen – darunter 600 Millionen Barrel Rohöl. Eine Entspannung ist nicht in Sicht, der Konflikt dürfte sich bis weit in den April ziehen.
Zwar will OPEC+ die Förderung im Mai leicht erhöhen, doch bleibt unklar, wie zusätzliche Mengen den Markt erreichen sollen. Gleichzeitig verschärfen Drohnenangriffe auf Förderanlagen – etwa in Kuwait – die Lage weiter. Reparaturen sind teuer und langwierig, das Angebot bleibt angespannt.
Unterm Strich bleibt die Lage angespannt: Geopolitische Risiken dominieren das Marktgeschehen und halten die Energiepreise auf hohem Niveau. Dies spielt natürlich weiterhin Energieproduzenten wie etwa Eni in die Karten. Die immer noch günstig bewertete Aktie des sehr gut aufgestellten Konzerns mit solider Bilanz bleiben nach wie vor attraktiv. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 16,50 Euro dabei.
Heute, 10:03