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Ölpreise: Ist die Rally schon vorbei?

Ölpreise: Ist die Rally schon vorbei?
Foto: BÖRSE ONLINE/ChatGPT (KI-generiert)
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Jan-Paul Fóri Heute, 09:22 Jan-Paul Fóri

Unbedarfte Anleger, die heute auf den Brent-Future-Preis blicken, dürften sich verwundert die Augen reiben: Standen gestern noch 118 Dollar je Barrel auf der Tafel, sind es heute nur noch rund 100 Dollar. Doch von einem echten Preissturz kann keine Rede sein. Vielmehr ist die Bewegung das Ergebnis eines technischen Effekts in Kombination mit einer veränderten Nachrichtenlage.

Dass die Future-Anzeige für den Brent-Preis auf vielen Portalen gestern noch rund 118 Dollar zeigte, ist schnell erklärt: Bis einschließlich Dienstagabend wurde der inzwischen ausgelaufende Mai-Kontrakt gehandelt. Dieser schloss bei 118,35 Dollar, bevor er aus dem Fokus des Marktes verschwand. 

Die offizielle Abrechnung, das sogenannte Settlement, erfolgt nun am darauffolgenden Handelstag. Seit dem Roll-Over hat jedoch der Juni-Kontrakt die Rolle des Frontmonats übernommen, wodurch sich auf den Kursanzeigen nun ein deutlich niedrigeres Preisniveau widerspiegelt.

Brent-Öl (ISIN: FTREFF000001)

Eben jener Juni-Kontrakt zeigt den Preis für ein Barrel Brent zur Lieferung im Juni 2026. Aktuell liegt die Notierung bei rund 100 Dollar und damit rund drei Dollar unter dem Niveau des Vortages. Der Rückgang ist vor allem auf eine sinkende geopolitische Risikoprämie zurückzuführen. Auslöser sind die jüngsten Aussagen von US-Präsident Trump, der eine mögliche Deeskalation im Iran-Konflikt in Aussicht stellte, sowie Signale aus Teheran, die ebenfalls auf eine potenzielle Entspannung hindeuten. Damit wird ein Teil der zuvor eingepreisten Unsicherheit wieder aus dem Markt genommen, was die Preise entsprechend unter Druck setzt.

Straße von Hormus weiter im Fokus

Unklar ist derzeit jedoch, wie sich die Lage an der Straße von Hormus weiterentwickeln wird. Noch vor gut einer Woche hatte Donald Trump angekündigt, die Versicherungskosten für Schiffe auf dieser Route senken zu wollen. Laut Berichten der NZZ soll der US-Präsident, der sonst meist Geld fordert, dafür sogar bereit gewesen sein, 20 Milliarden Dollar bereitzustellen.

Inzwischen scheint dieser Plan jedoch vom Tisch zu sein. Stattdessen betonte der US-Präsident zuletzt, dass es nach einem Ende des Iran-Kriegs Aufgabe anderer Länder sei, den sicheren Transport von Öltankern durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Sollte die Straße von Hormus blockiert bleiben, könnte dies die Ölpreise perspektivisch wieder nach oben treiben.

Wie AKTIONÄR-Leser wissen, müssen Öltanker die Risiko-Route durch die Meerenge nehmen, da diese geografisch praktisch die einzige direkte Verbindung zwischen den großen Ölproduzenten am Persischen Golf und dem offenen Ozean darstellt.

Die Ölpreis-Rally ist noch nicht vorbei. Trump und der Iran bleiben unberechenbar. Anleger sollten die Gewinne daher laufen lassen und Ölaktien wie Chevron und ExxonMobil bleiben aussichtsreich. Welche drei Ölaktien zudem mit üppiger Dividende aufwarten erfahren Sie im Aktienreport „3 Öl-Dividendenknaller“. Diesen finden Sie hier.

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