Um sieben Prozent verteuern sich heute die Ölsorten Brent und WTI. Der Preis für Brent-Öl kratzt erneut an der 100-Dollar-Marke. Denn auch zwei Wochen nach Kriegsbeginn halten die Angriffe beider Seiten unvermindert an. Und die Worte von Irans neuem Religionsführer und Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei machen wenig Hoffnung auf Deeskalation.
So forderte er in einer ersten im Staatsfernsehen verlesenen Stellungnahme Rache für die Kriegsopfer. Der 56-jährige Kleriker betonte außerdem, dass die Blockierung der für den Öltransport und die Handelsschifffahrt wichtigen Straße von Hormus fortgesetzt werde.
Neue Bombardierungen der israelischen Luftwaffe in Irans Hauptstadt Teheran lösten unterdessen Sorgen vor Chaos aus. Am späten Mittwochabend kam es zu einer der heftigsten Angriffswellen des Krieges, wie Bewohner der Millionenmetropole berichteten. Dabei wurden den Angaben nach erstmals auch Ziele auf offener Straße in der dicht besiedelten Großstadt bombardiert.
Zudem setzte der Iran seinen Beschuss der wichtigen Energie-Infrastruktur in der Region fort. In Bahrain griff der Iran nach Angaben örtlicher Behörden Treibstofflager nahe dem internationalen Flughafen an. Im Oman wurden Treibstofftanks im Hafen von Salalah von Drohnen getroffen.
Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Kriegsbeginn fast komplett zum Erliegen gebracht. Der Krieg schaffe die "größte Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes", teilte die Internationale Energieagentur IEA mit.
Die anhaltend hohen Ölpreise sind natürlich für viele Unternehmen eine große Belastung. Für Energiekonzerne wie Repsol oder Eni, die in der Region nicht aktiv sind, sorgen sie hingegen natürlich für klingelnde Kassen. Dementsprechend legen die Aktienkurse der beiden europäischen Firmen immer weiter zu. Anleger bleiben mit den auf 13,50 Euro (Repsol) beziehungsweise 15,50 Euro (Eni) nachgezogenen Stoppkursen an Bord und lassen die Gewinne laufen.
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Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 15:22