Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
28.01.2020 Markus Bußler

Gold: Vorsicht! Korrektur naht!

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Gold
Trendthema

Der Goldpreis hat sich in den vergangenen Tagen und Wochen stark entwickelt. Das Edelmetall hatte gestern sogar die Marke von 1.580 Dollar überwunden. Doch wenn es nach Georgette Boele, Analystin bei der ABN Amro geht, steht der Goldpreis vor einer Korrektur. „Der Goldpreis befindet sich bereits bei unserem Septemberziel, der Silberpreis bei unserem Dezemberziel“, schreibt sie in einer aktuellen Studie.

Ein guter Stark in das Jahr sei keine Garantie für höhere Preise zum Ende des Jahres. Von daher rät die Analystin den Anlegern, auf eine Korrektur Ausschau zu halten. Die ABN rechnet bis zum Jahresende mit einem Goldpreis von 1.600 Dollar, sieht Gold dann aber bis Ende 2021 auf 1.750 Dollar stiegen. Damit ist Georgette Boele mittelfristig bullish für den Goldpreis, sieht aber eben kurzfristig Ungemach auf Anleger zukommen.

Einschätzung: Die ABN mag Recht haben mit der Meinung, dass Gold kurzfristig vor einer Korrektur steht. Allerdings hat dies weniger damit zu tun, dass Gold das Kursziel schon erreicht hat oder aber, dass ein guter Jahresstart kein Garant für steigende Kurse sei (natürlich ist er das nicht). Es geht eher darum, dass Gold nach dem Erreichen des Hochs bei 1.618 Dollar eine Korrektur begonnen hat. Diese Korrektur scheint noch nicht abgeschlossen zu sein. Kurzfristig ist Gold bereits wieder überkauft, dazu bildet sich eine negative Divergenz aus, die auf fallende Kurse hindeutet.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Charttechnisch dürfte Gold jetzt die Welle B der Korrektur so gut wie abgeschlossen haben. Wir haben jetzt ein C-Wellen-Setup, das sich in fallenden Kursen in den kommenden Tagen beziehungsweise Wochen entfalten sollte. Wie bereits mehrfach an dieser Stelle geschrieben: Solange die Bullen den Bereich von 1.510 Dollar verteidigen können, ist dies alles als ganz normale und sogar Lehrbuchmäßige Korrektur zu werten. Erst darunter müsste man über ein deutlich bearisheres Szenario nachdenken. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Gold zwangsläufig so weit fallen muss – es markiert einzig unser Maximalziel.

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Autoren: Bußler, Markus
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