Der Goldpreis zieht am Freitag kräftig an. Das kommt insofern überraschend, da das Edelmetall mit einem zwischenzeitlichen Minus von knapp neun Prozent in die neue Handelswoche gestartet war. Geht es nach Ryan McIntyre, Senior Managing Partner bei Sprott, dann könnten die Bullen das Ruder bald wieder endgültig übernehmen.
Zwar könnte Gold kurzfristig durch die stark gestiegenen Renditen von US-Staatsanleihen unter Druck bleiben. Die zugrunde liegenden Gründe für den Anstieg der Renditen dürften das Edelmetall jedoch mittelfristig für private und institutionelle Anleger noch attraktiver machen, erklärte McIntyre gegenüber Kitco News.
„Das Einzige, was sich aus Sicht von Gold wirklich verändert hat, sind die Opportunitätskosten, die üblicherweise im Vergleich zu Staatsanleihen gemessen werden“, erklärte er. Es sei angesichts der gestiegenen Renditen ein logischer Schritt vieler Anleger gewesen, ihr Geld in ein „noch liquideres Instrument – in diesem Fall den US-Dollar“ zu investieren. Kurzfristig seien die höheren Opportunitätskosten durch die gestiegenen Renditen deshalb ein Grund, warum Gold unter Druck bleiben könnte.
Laut McIntyre dürfte es allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis Gold wieder glänzen wird. „Die Regierung wird in praktisch allen denkbaren Szenarien wahrscheinlich mehr Geld drucken müssen. Und das wird folglich gut für Gold und schlecht für Anleihen sein“, sagte er.
Die höheren Renditen dürften den Goldpreis nur kurzfristig belasten. Mittel- und langfristig sollte das Edelmetall angesichts der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und der stetig lockerer werdenden Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken weiter zulegen können. Anleger sollten sich deshalb jetzt noch rechtzeitig für die nächste Aufwärtswelle positionieren. Welche Titel aus dem Minen-Sektor besonders stark profitieren dürften, erfahren Sie im Börsenbrief Goldfolio von Edelmetall-Experte Markus Bußler.
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