21.02.2014 Stefan Sommer

DAX mit Gewinnen erwartet: Groupon, Volkswagen, Facebook, Gold, Commerzbank, Leoni im Fokus

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Gold
Trendthema

Angeschoben von freundlichen internationalen Börsen dürfte der DAX vor dem Wochenende mit Gewinnen starten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Morgen 0,26 Prozent höher bei 9644 Punkten. Unterstützung kam vor allem aus Japan, wo der Nikkei fast drei Prozent zulegte. Auch in den USA steht der Future auf den Dow Jones aktuell knapp ein halbes Prozent über dem Xetra-Schluss am Vortag. Die Optimisten gewännen nahe an den Rekordhochs wichtiger Indizes wie auch dem DAX wohl derzeit wieder die Oberhand, kommentierte Marktstratege Chris Weston von IG. Kurzfristig orientierte Händler könnten darauf spekulieren, dass technische Widerstände durchbrochen werden. Auf der dünnen Agenda stehen unter anderem Zahlen des französischen Allianz-Rivalen Axa und des TecDax-Unternehmens Pfeiffer Vacuum . Zudem kommen aus den USA Daten vom wichtigen Häusermarkt.

Achterbahnfahrt bei DepotChamp-Wert Groupon

Das Schnäppchen-Portal Groupon legte durchwachsene Zahlen vor: Im Schlussquartal lief ein Verlust von unter dem Strich 81 Millionen Dollar (59 Mio Euro) auf, wie das Unternehmen am Donnerstag am Sitz in Chicago mitteilte. Das war genauso viel wie im Vorjahreszeitraum.

Wichtiger Tag bei Volkswagen

Großes Treffen bei VW: Zum ersten Mal kommen die Volkswagen-Aufsichtsräte an diesem Freitag (21.2.) als Kontrollgremium des weltweit zweitgrößten Autobauers zusammen. VW hat den US-Rivalen General Motors überholt und lag 2013 beim Absatz nur noch hinter Toyota . Doch die nächsten Weichen müssen schon gestellt werden: etwa bei der Kooperation der Nutzfahrzeuge.

Facebook und WhatsApp: Große Skepsis

Der Kauf von WhatsApp durch Facebook für bis zu 19 Milliarden Dollar erhitzt die Gemüter. Verstärkt tauchen in der Presse Bedenken hinsichtlich des Verbraucherschutzes auf. Die Frankfurter Rundschau etwa schreibt: "Gekauft sind auch 450 Millionen Telefonnummern, vielleicht auch 450 Millionen GeräteIDs, jedenfalls aber, je nach Einstellung im Programm, auch 450 Millionen Aufenthaltsorte der Kunden. Das birgt natürlich die Gefahr des Datenmissbrauchs. (…) Für den Datenschutz werden die Zeiten noch härter. Wenigstens unsere Telefonnummern, vermutlich aber noch viele weitere Daten teilen wir nun mit Herrn Zuckerberg, selbst wenn wir nicht bei Facebook sind.“

Goldpreis-Korrektur: Die wichtigen Marken

Der Goldpreis hat in den vergangenen Wochen von der breiten Anlegerschaft weitgehend unbemerkt deutliche Zugewinne verzeichnen können. Noch im Dezember hat das Edelmetall das das 52-Wochen-Tief bei 1.181 Dollar erfolgreich getestet. Seitdem hat der Goldpreis zwischenzeitlich 150 Dollar hinzugewonnen und am Montag dieser Woche bei 1.332 Dollar ein neues 3-Monatshoch markiert. Dabei gelang dem Goldpreis auch der wichtige Sprung über die 200-Tage-Linie. In den vergangenen Tagen hat der Goldpreis von seinen Höchstständen nun zwar etwas abgeben müssen, an der charttechnisch starken Verfassung ändert dies aber nichts.

Commerzbank: Aktie nimmt wieder Fahrt auf

Die Stimmung im Bankensektor hellt sich auf. Am Freitag greifen die Anleger bei der Commerzbank endlich wieder zu. Die Korrektur scheint vorbei zu sein, die charttechnische Lage hat sich entspannt. Die australische Investmentbank Macquarie sieht noch einiges an Potenzial.

 

Leoni: Trendaktie dreht wieder nach oben

Erneut stellte die horizontale Unterstützung bei 53,50 Euro den Wendepunkt dar. Am Donnerstag testete die Leoni-Aktie mehrmals diese Widerstandslinie, um im Anschluss wieder den Weg nach oben einzuschlagen. Schon in der Vergangenheit stellten kleinere Rücksetzer immer wieder gute Einstiegschancen bei Leoni dar. Im laufe des Jahres wird die Leoni-Story richtig Fahrt aufnehmen. Der Umsatz soll von 3,9 Milliarden Euro auf 5,0 Milliarden Euro im 2016 klettern. Hinzu kommt, dass Leoni vor kurzem neue Geschäftsfelder erschlossen hat. Zudem erholt sich die Autokonjunktur in Europa. Leoni ist einer der wichtigsten Zulieferer der Autoindustrie.

(Mit Material von dpa-AFX)