14.08.2014 Stefan Sommer

DAX leicht im Minus erwartet – Daten zum Wirtschaftswachstum: TyssenKrupp, RWE, K+S, Aurelius, Infineon, Manz im Fokus

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Infineon
Trendthema

Der DAX dürfte nach seinem erneuten Erholungsversuch zur Wochenmitte am Donnerstag leichter in den Handel starteten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Morgen 0,24 Prozent tiefer auf 9.177 Punkte. Im Fokus steht der Rückschlag beim deutschen Wirtschaftswachstum. Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal erstmals seit Anfang 2013 geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Zeitraum April bis Ende Juni 2014 im Vergleich zum Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Volkswirte waren nur von einem Rückgang um 0,1 Prozent ausgegangen. Die Vorgaben aus Übersee liefern keine klaren Impulse. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial bewegte sich seit dem Xetra-Schluss am Mittwoch unter dem Strich kaum. Die Börsen Asiens fanden erneut keine gemeinsame Richtung. Auf Unternehmensseite blicken die Anleger weiterhin auf die Berichtssaison mit Zahlen etwa von K+S, ThyssenKrupp und RWE.

ThyssenKrupp arbeitet sich aus der Krise – was macht die Aktie?

Der Industriekonzern ThyssenKrupp kommt voran. Im Ende Juni abgelaufenen dritten Geschäftsquartal verdreifachte das Unternehmen seinen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit aus den fortgeführten Aktivitäten) verglichen mit dem Vorjahreszeitraum fast auf 398
Millionen Euro. Das war etwas mehr als von Analysten erwartet. Dabei profitierte ThyssenKrupp allem davon, dass er die Probleme in seinem lange verlustreichen Stahlwerk in Brasilien zunehmend in den Griff bekommt.

RWE: Kein Grund, die Aktie zu kaufen

Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE leidet unter dem Einbruch im Erzeugungsgeschäft. Sinkende Preise im Stromgroßhandel und ein seltenerer Einsatz der konventionellen Kraftwerke schmälern die Erträge. Bei den Zahlen für das erste Halbjahr muss der Essener Konzern den Aktionären daher einen Rückgang bei allen relevanten Kennzahlen erklären.

K+S trotz Kali-Preisrutsch mit guten Zahlen – Aktie kaufen?

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat die Prognosen für das Jahr 2014 konkretisiert. Vorstand Norbert Steiner erwartet einen Umsatz zwischen 3,65 und 3,85 Milliarden Euro. Der Gewinn soll zwischen 270 und 340 Millionen Euro liegen. Steiner hat seine Skepsis abgelegt. Er betonte, dass sich die Preise für Kalidüngemittel auf niedrigem Niveau stabilisieren. Darüber hinaus setze sich die gute Nachfrage nach Kalium/Magnesium fort. Zuletzt waren die Signale auch von den Konkurrenten positiv. Rückblick: Die Preis-Turbulenzen wurden im Sommer 2013 durch den Ausstieg von Uralkali aus einer Vertriebsallianz ausgelöst. Kunden hielten sich zurück. Die Preise gerieten unter Druck.

Spitzenklasse: Aktien-Musterdepotwert Aurelius hebt Prognose an

Der AURELIUS-Konzern setzt seine erfolgreiche Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr fort. Die ersten sechs Monate schlossen die Münchener mit einem Rekordergebnis ab. Einer von vielen Gründen, warum man die Prognosen für 2014 nach oben korrigiert.

Infineon: UBS erhöht Kursziel – Aktie gibt Gas

Die Konsolidierung der vergangen Woche dürfte die Infineon-Aktie nun beendet haben. Am Donnerstag notiert der DAX-Titel im frühen Handel im Plus. Für Unterstützung sorgt eine positive Analystenstudie.

Manz: Rekordumsatz und neuer Ausblick

Manz hat seine Halbjahreszahlen vorgelegt. Der Maschinenbauer für Smartphone-Hersteller und Solarmodulbauer konnte mit Umsatzerlösen von über 109 Millionen Euro den höchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte verbuchen. Der Auftragsbestand betrug zur Jahresmitte 100 Millionen Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)