03.07.2014 Stefan Sommer

DAX kaum verändert erwartet vor wichtigen Daten: Apple, K+S, Tesla, Munich Re im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Zum Start des "Super Donnerstag" dürften die deutschen Aktienindizes zunächst auf der Stelle treten. Der Broker IG taxierte den DAX am Morgen nahezu unverändert bei 9.909 Punkten. Nahe diesem Niveau verharrt der deutsche Leitindex bereits seit Ende Mai. Mit Spannung haben Börsianer in den vergangenen Tagen auf diesen Donnerstag gewartet: Am Nachmittag steht die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) mit der anschließenden Pressekonferenz und auch der US-Arbeitsmarktbericht für Juni auf der Agenda. Die Vorgabe unterstützt den DAX etwas. Neben der anhaltend positiven Marktstimmung vor allem in den USA, legte auch der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Vortag moderat zu. Die EZB dürfte es allerdings nach ihrem "Juni-Feuerwerk" zunächst ruhig angehen lassen, sagen Volkswirte. Beim US-Arbeitsmarktbericht sei trotz der gestiegenen Erwartungen eine positive Überraschung möglich, schreibt Dirk Gojny von der HSH Nordbank. Auf Unternehmensseite ist zu beachten, dass die Aktien von DIC Asset ex Dividende gehandelt werden.

Apple-Aktie: Kursziel kräftig angehoben

Die Experten von Evercore Partner haben am Mittwoch ihre Kaufempfehlung bestätigt und ihr Kursziel für die Apple-Aktie kräftig angehoben. Sie erwarten starke iPhone-Verkäufe und einen guten Verkaufsstart für die iWatch. Die Aktie von Apple reagiert an der New Yorker Börse mit einem leichten Anstieg um 0,2 Prozent.

Konzernchef bestätigt Prognosen – K+S-Aktie vor neuem Kurssprung?

Beim Dünger- und Salzhersteller K+S könnten die Verwerfungen an den Kalimärkten 2016 zu Entlassungen führen. "Es geht nicht ohne Personalanpassungen", sagte Konzernchef Norbert Steiner in Philippsthal. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde von ihm noch einmal bekräftigt. Hoffnung mache zudem die Entwicklung der Kalipreise.

Tesla-Aktie: Der Elektromotor stottert – Kurs verliert deutlich

Die Tesla-Aktie hat am Mittwoch kräftige Verluste hinnehmen müssen. Zum Handelsschluss an der Wall Street stand ein Minus von 10,29 Dollar oder 4,3 Prozent auf 229,43 Dollar zu Buche. Der Elektroautobauer hatte in Norwegen einen Absatzeinbruch zu verzeichnen. Zudem macht LG in China Konkurrenz.

Munich Re: Deutsche Bank senkt den Daumen

Die Experten der Deutschen Bank haben sich erneut näher mit der Aktie der Munich Re befasst. Im Rahmen ihrer jüngsten Studie zu den Papieren des weltgrößten Rückversicherers wurde das Kursziel von 174,40 auf 168,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Es gebe derzeit viele schlechte Nachrichten für die Rückversicherer, die Prämien dürften aber nicht so tief fallen wie in vergleichbaren Zyklen in der Vergangenheit, schrieb Analystin Olivia Brindle. Die von Munich Re abzudeckenden Großschäden dürften im zweiten Quartal unterhalb des einkalkulierten Budgets geblieben sein. Der Rückversicherer müsse aber wegen einiger lokaler Schadensfälle in Deutschland dennoch mit stärkeren Belastungen rechnen als einige Konkurrenten.

(Mit Material von dpa-AFX)