JPMorgan & Co: Das sorgt vor dem Start der Berichtssaison für Aufregung

JPMorgan & Co: Das sorgt vor dem Start der Berichtssaison für Aufregung
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JP Morgan Chase & Co. -%
Fabian Strebin Heute, 11:19 Fabian Strebin

Ab morgen starten die US-Großbanken in die Berichtssaison. Den Auftakt macht Branchenprimus JPMorgan am frühen Nachmittag. Anleger dürften mit Spannung auf das Zahlenwerk blicken, aber heute tauchen viele Finanzwerte in den USA ab. Das liegt an einem Post, den US-Präsident Donald Trump am Wochenende absetzte.

Traditionell gehören die US-Banken in den Vereinigten Staaten zu den ersten Unternehmen, die zum Beginn der Berichtssaison ihr Zahlenwerk präsentieren. Unserer Zeit um 13:00 Uhr wird morgen JPMorgan als eine der ersten Großbanken seine Bücher öffnen. Doch vorab steht die Aktie heute unter Druck.

Hintergrund ist ein Post von Präsident Trump am Wochenende auf seiner Plattform Truth Social zum Thema Kreditkartenzinsen: Trump will die Zinsen auf Kreditkartenschulden ab dem 20. Januar für ein Jahr bei höchstens zehn Prozent deckeln. Zwar gibt es keine konkreten Angaben dazu, wie diese Maßnahme von der Regierung umgesetzt werden könnte. Allerdings reagieren Kreditkartenanbieter und Banken, die in diesem Segment tätig sind, im europäischen Handel heute deutlich.

Es handelt sich um ein Wahlversprechen von Trump, die Kreditkartenzinsen zu begrenzen. Von Bankenverbänden kommt nun scharfe Kritik. Bereits letzten Februar gab es im Kongress eine parteiübergreifende Gesetzesinitiative zur Zinsbegrenzung, die im letzten Moment scheiterte.

JPMorgan verliert aktuell rund drei Prozent, denn die größte US-Bank ist auch führendes Institut bei der Herausgabe neuer Kreditkarten. Gemessen an den mit den Karten abgewickelten Zahlungen lag das Geldhaus in den vergangenen Jahren noch vor Wettbewerbern wie American Express. Stand jetzt ist aber unklar, wie die Maßnahme genau ausgestaltet werden soll.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 – Genaueres wird morgen verkündet – rechnet der Analystenkonsens mit einem leichten Erlösanstieg auf 184,2 Milliarden Dollar (Vorjahr: 180,6 Milliarden Dollar). Der Nettogewinn soll ebenfalls leicht auf 56,5 Milliarden Dollar zugelegt haben. Entscheidend wird aber natürlich der Ausblick auf das laufende Jahr sein.

JPMorgan Chase (WKN: 850628)

Eigentlich sollten nun die ab morgen erwarteten Quartalszahlen bei den US-Banken im Fokus stehen. Es muss sich zeigen, welche Auswirkungen eine Zinsobergrenze für Kreditkarten bei verschiedenen Unternehmen hat. Dazu dürfte es im Rahmen der Zahlenpräsentationen bereits erste Fragen an die Vorstände geben.

JPMorgan hat es bisher noch immer geschafft, aus einer Krise eine Chance zu machen. Das dürfte auch für das aktuelle Vorhaben der US-Regierung gelten. DER AKTIONÄR hält vor Zahlen an der Aktie fest.

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