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On Holding: CEO geht, Aktie im Keller ‑ Kaufchance?

On Holding: CEO geht, Aktie im Keller ‑ Kaufchance?
Foto: ON
On Holding AG -%
Jochen Kauper Heute, 14:45 Jochen Kauper

Die Aktie von On Holding ist zuletzt deutlich unter Druck geraten, obwohl das Unternehmen operativ weiterhin stark wächst. Der Hauptgrund für den Kursrückgang war ein überraschender Wechsel an der Unternehmensspitze. CEO Martin Hoffmann trat zurück und die beiden Gründer David Allemann und Caspar Coppetti übernahmen erneut die operative Führung als Co-CEOs. An der Börse wurde dieser Schritt sehr negativ aufgenommen, da ein solcher Führungswechsel stets Unsicherheit signalisiert. Die Aktie verlor rund 25 Prozent an Wert.

Drei Läufer rennen in On lightspray Runningschuhen vorbei
Quelle: ON

Hoffmann war das "Gesicht" des Unternehmens. Für die Investoren war die News sicherlich ein Schock. "Für ein Unternehmen, das so gut läuft wie On, gab es zuletzt überraschend viele Umstellungen in der Führungsebene, einschließlich der Weggang von Co-CEO Marc Maurer vor etwa einem Jahr", kommentierte Analyst Tom Nikic von Needham die aktuelle Situation.

Dennoch gehen viele Analysten weiterhin davon aus, dass die fundamentale Investmentstory von On Holding weiterhin intakt ist. Mehrere Häuser wie Stifel, BTIG, UBS und KeyBanc erneuerten trotz der jüngsten Zahlen und des CEO-Wechsels ihre Kaufempfehlungen. Sie argumentieren, dass das Wachstum weiterhin hoch ist, die Marke zunehmend Marktanteile gewinnt und die operativen Zahlen zuletzt teilweise sogar über den Erwartungen lagen.

Roger Federer hält einen Schuh der Marke On in einem Produktionsraum
Quelle: On Holding
Roger Federer mit einem Schuh der Marke On in der Produktion

Auch den Führungswechsel bewerten diese Analysten weniger kritisch. Sie sehen in der Rückkehr der Gründer eher ein Zeichen für Kontinuität als für einen Bruch. Langfristig könnte dieser Schritt aus ihrer Sicht sogar strategisch sinnvoll sein, da die Gründer das Unternehmen wieder enger führen und die nächste Wachstumsphase aktiv gestalten könnten. So bezeichnet etwa Stifel den jüngsten Kursrückgang ausdrücklich als Kaufchance.

Demgegenüber stehen deutlich vorsichtigere Stimmen unter den Analysten, die zunehmende Risiken sehen. Häuser wie Jefferies blieben bei einer Underperform-Einstufung.

Die vielen Wechsel im Management zuletzt lassen Zweifel an der Stabilität des Managements aufkommen. Das Vertrauen hat dadurch sicherlich einen Knacks bekommen.

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