Die Raubkatze steht offenbar kurz vor einem gewaltigen Sprung in Richtung Osten. Der chinesische Sportgigant Anta Sports hat laut Insidern ein konkretes Angebot für die Anteile der hochverschuldeten Pinault-Familie auf den Tisch gelegt. Anleger wittern nun eine Übernahmeprämie und treiben den Kurs der Aktie massiv nach oben.
Die Gerüchteküche brodelt heftig und die Anleger greifen bei der Raubkatze derzeit beherzt zu. Der Grund für den plötzlichen Optimismus ist ein handfester Übernahme-Krimi, der sich hinter den Kulissen abspielt. Reuters berichtet laut Insidern, dass der chinesische Sportartikelriese Anta Sports vor wenigen Wochen ein offizielles Kaufangebot für das Aktienpaket der französischen Familie Pinault vorgelegt hat. Die Holding Artemis, die rund 29 Prozent der Anteile an Puma hält, betrachte laut Angaben ihr Engagement seit geraumer Zeit als nicht mehr strategisch. Da Artemis unter einer hohen Verschuldung leidet, kommt ein Verkauf der Anteile sehr gelegen, allerdings gibt es beim Preis wohl noch erheblichen Klärungsbedarf. Während die Aktie an der Börse deutlich niedriger bewertet wird, soll Artemis eine Summe von 40 Euro je Anteilsschein erwarten.
Dass Anta Sports es ernst meint, zeigt die Tatsache, dass sich das Unternehmen das nötige Kapital für den Deal nach Informationen von zwei Insidern bereits gesichert hat. Die Chinesen haben in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen, dass sie angeschlagene westliche Marken erfolgreich sanieren können. So gehört etwa der Outdoor-Spezialist Jack Wolfskin zum Portfolio und auch der Deal um Amer Sports mit Marken wie Salomon oder Wilson war ein voller Erfolg. Puma könnte nun das nächste Puzzleteil in der globalen Expansionsstrategie sein. Der deutsche Sportartikelhersteller steckt nach wie vor in einer schwierigen Phase und musste für das abgelaufene Jahr Verluste ausweisen. Konzernchef Arthur Hoeld sieht das laufende Jahr 2026 als ein Übergangsjahr an, in dem die Marke durch einen harten Reset wieder profitabel werden soll.
Inmitten dieser Übernahmeschlacht versucht Puma auch operativ neue Akzente zu setzen. Seit dem ersten Januar verstärkt Nadia Kokni als neue Marketingchefin das Team. Sie soll das globale Storytelling schärfen und die Begehrlichkeit der Marke weltweit steigern.
Die Übernahme-Fantasie verleiht der Puma-Aktie derzeit Flügel. Der Titel steht nach dem Kurssprung bereits an der massiven Widerstandszone bei 25 Euro, hier könnte es zum technischen Break kommen. Sollte es tatsächlich zu einem Gebot in der Nähe von 40 Euro kommen, wäre dies ein gewaltiger Kurssprung für die gebeutelten Anleger. Wer der AKTIONÄR-Empfehlung gefolgt ist, bleibt an Bord und setzt auf den chinesischen Rettungsanker.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Puma.
08.01.2026, 17:13