Puma hat ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Nach einem strategischen „Reset“ rutschte das Unternehmen tief in die Verlustzone. Auch für 2026 stellt sich der Konzern auf ein weiteres Übergangsjahr mit operativem Verlust ein. Die Aktie gab vorbörslich nach, drehte mittlerweile aber ins Plus.
Im Geschäftsjahr 2025 sanken die Umsätze währungsbereinigt um 8,1 Prozent auf 7,30 Milliarden Euro. Alle Regionen und Produktbereiche verzeichneten Rückgänge. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach massiv von 548,7 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 357,2 Millionen Euro ein. Unter dem Strich stand ein Verlust von 643,6 Millionen Euro zu Buche. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf minus 4,37 Euro.
Schwaches viertes Quartal
Im Schlussquartal beschleunigte sich der Abwärtstrend. Der Umsatz fiel währungsbereinigt um 20,7 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 1,45 Milliarden Euro gerechnet. Das bereinigte EBIT rutschte mit minus 228,8 Millionen Euro in die Verlustzone, nachdem es im Vorjahreszeitraum noch bei 85,7 Millionen Euro lag.
Das Segment Schuhe büßte 25 Prozent an Umsatz ein, Textilien 14 Prozent und Accessoires 18 Prozent. In allen Regionen standen zudem zweistellige Erlösrückgänge zu Buche.
„2025 war für uns ein Reset-Jahr“, so CEO Arthur Höld. Ziel sei es, nach einem Übergangsjahr 2026 Puma „als eine Top-3-Sportmarke weltweit zu etablieren, wieder über dem Branchendurchschnitt zu wachsen und mittelfristig gesunde Gewinne zu erzielen“.
Für 2026 rechnet Puma mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das operative Ergebnis (EBIT) soll zwischen minus 50 und minus 150 Millionen Euro liegen. Erst ab 2027 soll der Turnaround greifen.
Rückendeckung bekommt Puma vom chinesischen Sportartikelriesen Anta (DER AKTIONÄR berichtete). An der Börse sorgt das bislang aber kaum für Fantasie. Puma hat noch viele Baustellen zu managen, bis der Turnaround greift. Anleger mit Geduld können die Aktie halten.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Puma.
Heute, 09:20