Erst Adidas, jetzt Puma: Trotz leicht rückläufiger Erlöse überraschte der Sportartikelriese am Donnerstag mit einer deutlich stärkeren Gewinnentwicklung und übertraf die Erwartungen der Analysten. Doch nicht nur operativ sorgt Puma für Aufsehen – auch an der Spitze kommt Bewegung in den Konzern.
Insgesamt gingen die Erlöse im ersten Quartal um 6,3 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro zurück. Währungsbereinigt betrug das Minus ein Prozent. Damit schnitt Puma etwas besser ab als von Analysten erwartet, die im Schnitt mit 1,82 Milliarden Euro gerechnet hatten.
Der bereinigte operative Gewinn stieg um fünf Prozent auf 64,4 Millionen Euro, während Analysten mit einem Rückgang auf 53 Millionen Euro gerechnet hatten. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 2,8 Prozent, die Rohertragsmarge stieg auf 47,7 Prozent.
Unter dem Strich erzielte Puma einen Gewinn von 26,5 Millionen Euro im Vergleich zu 1,1 Millionen Euro im Vorjahr. Analysten hatten nur rund die Hälfte veranschlagt. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 0,18 Euro und übertraf damit ebenfalls deutlich die Prognosen von etwa 0,09 Euro.
Lagerbestände reduziert
Positiv wirkten sich unter anderem die Auflösung von Wertberichtigungen auf Vorräte, niedrigere Frachtkosten sowie ein höherer Anteil des eigenen Einzelhandels aus. Gegenwind kam hingegen von Rabattaktionen und Währungseffekten. Parallel machte das Unternehmen Fortschritte beim Abbau der überhöhten Lagerbestände.
„Operativ sind wir solide in unser Übergangsjahr 2026 gestartet“, so Konzernchef Arthur Hoeld. „Wir haben unsere Lagerbestände schneller als erwartet reduziert und sowohl unser Produktportfolio als auch operative Ineffizienzen weiter verschlankt.“
Das Management bestätigte die Prognose und rechnet weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.
Wechsel beim CFO
Auch personell stellt sich der Konzern neu auf: Zum 1. Mai übernimmt der frühere Hugo-Boss-Chef Mark Langer den Posten des Finanzvorstands. Er folgt auf Markus Neubrand, der das Unternehmen zum 30. September verlässt. Langer war von 2016 bis 2020 Vorstandschef von Hugo Boss und zuletzt Finanzvorstand bei Douglas.
Nach dem „Reset-Jahr“ 2025 befindet sich Puma in der Übergangsphase mit dem neuen CEO Arthur Hoeld. Ab 2027 will der Konzern wieder zu profitablem Wachstum zurückkehren. Anleger brauchen Geduld. Wer der Empfehlung in Ausgabe 50/25 aber gefolgt ist, liegt bereits rund 23 Prozent im Plus.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Puma.
Heute, 09:40