Der Sportartikelhersteller Adidas hat mit seinen Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres überzeugen können. So schnitten die Herzogenauracher besser ab als Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Demnach kletterte der Konzernumsatz um knapp sieben Prozent auf rund 6,6 Milliarden Euro. Währungsbereinigt belief sich der Zuwachs sogar auf 14 Prozent.
Am Markt waren zuvor lediglich Erlöse in Höhe von 6,3 Milliarden Euro erwartet worden. Zwar wuchs Adidas im Großhandel eher schwächer, weil im Einzelhandel aktuell stark auf Rabatte gesetzt wird. Deshalb verkauft Adidas derzeit keine "übermäßigen Mengen" an seine Partner, um diese Entwicklung unter Kontrolle zu behalten. In seinen eigenen Verkaufskanälen verzeichnete der DAX-Konzern hingegen deutliche Zuwächse. Der Betriebsgewinn erhöhte sich trotz Gegenwind durch Währungseffekte und Zölle um 15,5 Prozent auf 705 Millionen Euro. Auch hier hatten Experten mit einem geringeren Ergebnis gerechnet. Zudem konnte der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn um 12,6 Prozent auf 482 Millionen Euro gesteigert werden.
Konzernchef Björn Gulden erklärte: „Ich bin sehr stolz auf die Ergebnisse, die unsere Teams im ersten Quartal erzielt haben. Ein Umsatzwachstum von 14 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro und ein Anstieg des Betriebsergebnisses um fast 100 Millionen Euro auf 705 Millionen Euro sind in dem aktuellen Umfeld sehr stark." Darüber hinaus blickt er zuversichtlich auf die kommenden Wochen und Monate – und besonders auf ein für Adidas wichtiges Großereignis: "Wir sind nun bereit für die Fußball-WM. Trotz vieler Liefer- und Transportprobleme haben wir den Großteil der Produkte in den Märkten und freuen uns auf ein fantastisches Event, das für uns großartig werden wird. Aber da geht es natürlich noch um mehr. Die Welt braucht diese Sportevents, bei denen Menschen aus aller Welt mit den unterschiedlichsten Hintergründen zusammenkommen, um zu feiern."
Die Adidas-Aktie arbeitete zuletzt an der Bodenbildung. DER AKTIONÄR hält den Turnaround angesichts der Produktoffensive, der günstigen Bewertung (2026er-KGV von 13) sowie dem saisonalen Rückenwind weiterhin für möglich. Investierte Anleger bleiben an Bord. Der Stoppkurs sollte bei 110 Euro belassen werden.
Heute, 07:52