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29.09.2017 Nikolas Kessler

Wirecard: Wann fällt die 10-Milliarden-Marke?

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Wirecard

Die Aktie von Wirecard hat seit Jahresbeginn einen sensationellen Lauf: Rund 90 Prozent Plus stehen seitdem zu Buche, der Kurs marschiert von Rekordhoch zu Rekordhoch. Analysten sehen trotzdem noch Luft nach oben.

Auch der Börsenwert von Wirecard ist im Zuge der Kursrallye in nie dagewesene Höhe geklettert und steuert schnurstracks auf die 10-Milliarden-Euro-Marke zu. Schon mit der aktuellen Marktkapitalisierung von rund 9,6 Milliarden Euro ist das Unternehmen eins der absoluten Schwergewichte im TecDAX. Nur Telefónica Deutschland (14,2 Milliarden Euro), United Internet (10,8 Milliarden Euro) und Drillisch (10,4 Milliarden Euro) sind wertvoller.

Selbst mit dem einen oder anderen DAX-Titel kann es Wirecard hinsichtlich des Börsenwerts aufnehmen. Die Deutsche Lufthansa kommt derzeit auf rund elf Milliarden, die Commerzbank auf 14,2 Milliarden Euro. An ProSiebenSat.1 – mit 6,6 Milliarden Euro aktuell der schwächste Wert im deutschen Leitindex — ist Wirecard bereits vorbeigezogen.

Als Zahlungsabwickler für Geschäfte im Internet profitiert Wirecard vom boomenden Online-Handel, zudem ist das Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit auch durch Übernahmen gewachsen.

Kaufempfehlungen bestätigt

Nach einer Investorenveranstaltung haben sich Analysten von Commerzbank und Hauck und Aufhäuser in dieser Woche positiv zu den Zukunftsaussichten des Unternehmens geäußert und ihre jeweilige Kaufempfehlung bestätigt. Für das laufende Gesamtjahr rechnen sie mit einer Anhebung der Ergebnisprognose beziehungsweise einem EBITDA am oberen Ende der anvisierten Spanne.

Die Luft wird dünner

Weder die positiven Analystenkommentare, noch eine weitere Übernahme in der Payment-Branche konnten in dieser Woche für große Sprünge der Wirecard-Aktie sorgen. Stattdessen klettert er Kurs langsam, aber stetig nach oben. Da die Gefahr von Gewinnmitnahmen auf dem aktuellen Niveau recht hoch ist, sollten investierte Trader stets den Stoppkurs nachziehen.

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