Der Industriekonzern Siemens hat am Morgen seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Hier konnte man vor allem vom Boom rund um KI-Rechenzentren in den USA sowie einem robusten Softwaregeschäft profitieren. Der Auftragseingang kletterte zwischen Januar und März um elf Prozent auf 24,1 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die von 22,3 Milliarden Euro ausgegangen waren.
Der Umsatz blieb mit 19,8 Milliarden Euro dagegen nahezu unverändert. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte stand allerdings ein Plus von sechs Prozent zu Buche. Belastend wirkte vor allem der starke Euro.
Beim Ergebnis zeigte sich ein gemischtes Bild: Das industrielle Geschäft verdiente mit knapp drei Milliarden Euro rund acht Prozent weniger als im Vorjahr. Positiv entwickelte sich die Sparte Digital Industries mit ihrem Automatisierungs- und Softwaregeschäft. Dagegen bekam Mobility die Folgen der US-Zölle zu spüren. Smart Infrastructure legte operativ in vielen Bereichen zu, hatte im Vorjahr jedoch von einem positiven Sondereffekt profitiert. Unter dem Strich sank der Konzerngewinn um acht Prozent auf 2,2 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognosen von 2,1 Milliarden Euro leicht.
An der Jahresprognose hält Siemens fest. Für Digital Industries wurde der Ausblick sogar etwas angehoben. Auch Smart Infrastructure dürfte besser abschneiden als bislang gedacht. Bei Mobility zeigt sich der Konzern dagegen vorsichtiger und senkte die Umsatzerwartung. Zusätzlich kündigte Siemens ein Aktienrückkaufprogramm über sechs Milliarden Euro an, das in den kommenden fünf Jahren umgesetzt werden soll.
Die Aktie von Siemens hat sich in den vergangenen Wochen enorm stark präsentiert. Zum Start in den Mittwoch dürfte sich die Aktie von Siemens stabil auf hohem zeigen. Damit bleibt das im Februar bei 275,75 Euro markierte Allzeithoch im Fokus. Langfristig sind die Aussichten beim Industriekonzern ohnehin weiter gut.
Heute, 07:22