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13.07.2021 Martin Weiß

Schlussglocke: Inflationsdaten dämpfen Aktienlust - Bitcoin nimmt 30.000 Dollar ins Visier - Microsoft feiert Murmeltiertag

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Microsoft

Ein überraschend starker Anstieg bei den Verbraucherpreisen im Juni, hat den Anlegern in New York zumindest kurzfristig die Lust auf Aktien vermiest. Die drei führenden Indizes ließen Federn, wenngleich sich die Verluste in überschaubaren Grenzen hielten. Derweil schürte die positive Entwicklung bei chinesischen Tech-Aktien erstmals seit längerer Zeit wieder die vorsichtige Hoffnung auf eine Trendwende.

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Die Verbraucherpreise in den USA sind im Juni mit plus 5,4 Prozent so stark gestiegen wie zuletzt 2008 und schürten damit unter den Anlegern eine gewisse Zinsangst. Die Kernrate, also die Preise ohne die volatilen Bereiche Nahrung und Energie, legte um 3,9 Prozent zu.

Beide Werte fielen schlechter aus als von Analysten erwartet. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen kletterte um 3,8 Prozent auf 1,41 Prozent. Der Preis für eine Feinunze Gold verteuerte sich leicht auf 1.808 Dollar.

Am New Yorker Aktienmarkt sorgte die Veröffentlichung der Verbraucherpreise für lange Gesichter, wenngleich die US-Notenbank seit längerer Zeit mit einem temporären Anstieg der Inflation rechnet und ihre entsprechenden Ziele angepasst hat.

Der Dow Jones verlor am Dienstag 0,3 Prozent auf 34.889 Punkte, S&P500 (-0,3%) und Nasdaq Composite (-0,4%) büßten ebenfalls ein.

Unter den Top-Werten legte der iPhone-Konzern Apple um 0,8 Prozent auf 145 Dollar zu. Im Tagesverlauf hatte Apple bei 147,46 Dollar ein Rekordhoch markiert.

Beim Softwareriesen Microsoft verstehen – investierte – Anleger langsam, wie sich der Wettermoderator Phil Connors im Kinoklassiker  "Und täglich grüßt das Murmeltier" gefühlt haben muss. Wie Connors erleben sie den selben Tag immer und immer wieder. Der Unterschied: Angesichts steigender Kurse wird sich bei Microsoft kaum jemand beschweren.

Die Aktie von Boeing ging am Dienstag in die Knie und verlor 4,2 Prozent auf 228 Dollar. Dieses Mal waren es Produktionsprobleme beim, die viele Anleger den "Sell-Button" drücken ließen. "Es macht micht krank", zeigte sich CNBC-Lautsprecher Jim Cramer angesichts der ewigen Probleme bei Boeing genervt. Allerdings will der Finanzprofi an dem Titel festhalten. DER AKTIONÄR empfiehlt hingegen Airbus als bessere Alternative.

Hoch her ging es heute ausgerechnet bei den Aktien chinesischer Tech-Unternehmen. Nach teilweise monatelanger Abwärtsfahrt, stiegen viele der Titel gegen Trend kräftig an. Hier ein Überblick über ausgewählte China-Tech-Aktien (Performance in Prozent):

Alibaba: +2,0%

Baidu: +2,3%

Bilibili: +4,5%

JD.com: +4,6%

Der Anstieg in dem Segment wäre nicht der Rede wert, hätten die entsprechenden Aktien nicht seit Wochen heftige Prügel bezogen. Das harte Durchgreifen Pekings im Machtkampf mit den milliardenschweren Internetkonzernen hat die Stimmung für China-Tech nicht nur in die Nähe des Gefrierpunktes sinken lassen, sondern ein gutes Stück darunter. Insofern ist die heutige Outperformance absolut bemerkenswert.

Beim Bitcoin ging es am Dienstag weiter nach unten und damit geradfewegs in Richtung der wichtigen Unterstützung bei 30.000 Dollar. Ein Bitcoin kostete am Abend 32.461 Dollar, ein Minus von 1,4 Prozent.

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