Der Start in die neue Handelswoche ist von einem kräftigen Rückgang der Ölpreise geprägt. So verbilligt sich Brent-Öl zwischenzeitlich um rund fünf Prozent und rutscht dabei wieder unter die Marke von 110 Dollar. Am Freitag war der Preis für Rohöl der Sorte Brent zeitweise bis auf 117,45 Dollar je Barrel gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit April.
Die US-Regierung in Washington hatte eine umfassendere Evakuierung von diplomatischem Personal im Nahen Osten angeordnet. Zudem deutete der amerikanische Präsident Donald Trump an, dass die US-Streitkräfte nach den Zwischenwahlen am 3. November ihre Angriffe auf den Iran wieder aufnehmen könnten. Der Iran bereitet sich seinerseits auf Vergeltungsmaßnahmen vor.
Zudem haben am Wochenende weitere Kämpfe zwischen den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen und Saudi-Arabien stattgefunden, was die Risiken für die Öllieferungen aus den Fördergebieten am Persischen Golf erhöhte. Die Zunahme der Kämpfe in der Region und die Sorge über eine unmittelbar bevorstehende Eskalation hätten die Ölpreise deutlich nach oben getrieben, sagte Vivek Dhar, Analyst bei der Commonwealth Bank of Australia.
Seit Beginn des Monats sind die Ölpreise tendenziell gestiegen. Aus Sorge vor Angebotsausfällen infolge des Iran-Kriegs hat sich Rohöl der Sorte Brent mittlerweile seit Jahresbeginn um fast 90 Prozent verteuert.
Aufgrund der nachgebenden Ölpreise geben im frühen Handel die Aktien von Energiekonzernen nach. nach oben geht es hingegen mit den Anteilscheinen von Airlines wie etwa der Lufthansa oder Norwegian Air Shuttle, die in den vergangenen Monaten stark unter den immer weiter gestiegenen Ölpreisen gelitten haben. Doch es ist definitiv noch zu früh, um nur aufgrund der aktuellen Gewinnmitnahmen am Ölmarkt bereits eine Trendwende auszurufen. Ein Kauf der Lufthansa-Aktie drängt sich aktuell noch nicht auf.
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Enthält Material von dpa-AFX
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