Die Ölnotierungen zogen am Donnerstag kräftig an. Auslöser waren neue Angriffe in Saudi-Arabien, die Sorgen um die Versorgung und eine weitere Verschärfung der Spannungen am Persischen Golf verstärkten. Brent kostete am Morgen 111,48 US-Dollar je Barrel – rund 2,5 Prozent mehr als am Mittwoch.
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur SPA fing die saudische Luftabwehr eine Drohne ab, die von der jemenitischen Huthi-Miliz auf das Ölfeld Schaiba gerichtet worden sei. Herabfallende Trümmer hätten zwei Menschen das Leben gekostet. Der Betrieb der Anlage sei jedoch nicht gestört worden, berichtete Bloomberg unter Berufung auf das saudische Energieministerium. Schaiba kann täglich bis zu eine Million Barrel Rohöl fördern.
Auch der Flughafen von Dammam wurde angegriffen. Dabei starb ein Mensch, acht weitere wurden verletzt, teilte die Luftfahrtbehörde über die Plattform X mit. Nach den Attacken vom Mittwoch ordneten die USA an, einen Teil des Botschaftspersonals und dessen Angehörige aus Saudi-Arabien abzuziehen.
Die Serie militärischer Angriffe in der ölreichen Golfregion und die Gefahr einer erneuten Eskalation nach den US-Zwischenwahlen stützten die Preise, sagte Rohstoffhändlerin Rebecca Babin von CIBC Private Wealth Group. Seit Jahresbeginn hat sich Brent um mehr als 80 Prozent verteuert. Dazu trugen die durch den Krieg zwischen den USA und dem Iran beeinträchtigten Öltransporte aus dem Persischen Golf bei.
Die anhaltend hohen Ölpreise bescheren Energieriesen wie etwa Shell weiteren Rückenwind. Die mit einem KGV von 8 immer noch günstig bewertete Aktie entwickelt sich weiterhin gut. Noch besser läuft es indes bei dem in der Print-Ausgabe 42/2026 empfohlenen Call auf Shell mit der WKN WB0L67, der seither bereits 70 Prozent Plus gemacht hat. Mutige können hier die Gewinne laufen lassen. Wer es weniger spekulativ mag, bleibt bei der Shell-Aktie investiert (Stopp: 36,00 Euro).
Enthält Material von dpa-AFX
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