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24.03.2020 Martin Mrowka

MTU Aero Engines: Das kann nun auch nicht mehr erschüttern

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MTU Aero Engines

Das Coronavirus hat den weltweiten Flugverkehr auf ein Minimum gedrückt. Flugzeuge bleiben am Boden, neue werden nicht mehr produziert. Das belastet natürlich nicht nur die Flugzeugbauer und Fluggesellschaften, sondern auch die Triebwerksbauer. Der DAX-Wert MTU Aero Engines ist besonders stark betroffen. Nachdem die Produktion ausgesetzt wurde, senken weitere Analysten den Daumen für die Aktie.

Die besonders stark von der Corona-Krise geplagten Aktien von MTU Aero Engines gehören am Dienstag zu den magersten Werten im DAX. Während andere stark von der Krise betroffenen Werte meist deutlich zulegten, hinkten die MTU-Papiere dem Markt mit einem unterdurchschnittlichen Anstieg um gut drei Prozent etwas hinterher. Der DAX lag zeitgleich mit über sechs Prozent im Plus.

Der Triebwerksbauer hatte am Vortag mitgeteilt, dass er die Produktion an mehreren europäischen Standorten unterbricht. Demnach betrifft der Produktionsstopp zunächst die Standorte in München und im polnischen Rzeszow, wo Triebwerke montiert und Triebwerkskomponenten hergestellt werden. Zudem soll auch der Betrieb an Standorten, die sich nur mit der Instandhaltung von Triebwerken befassen, mit einer Woche Versatz ausgesetzt werden. Betroffen davon sind laut MTU Hannover und Ludwigsfelde.

Die MTU-Anteile rutschten daraufhin auf das tiefste Niveau seit Ende 2016 ab. Noch im Januar wurden sie mit knapp 290 Euro in Rekordhöhen gehandelt, mit aktuell 115,50 Euro sind sie derzeit nur noch gut 40 Prozent davon wert.

MTU Aero Engines (WKN: A0D9PT)

Die MTU-Aktie leidet zuletzt darunter, dass die Coronavirus-Pandemie die zivile Luftfahrtbranche hart trifft - und damit auch das Geschäft des Triebwerkbauers.

Abstufungen seitens der Analysten sind eine fast logische Folge: Am Vortag hatte die Experten von Oddo BHF ihre Kaufempfehlung für die Papiere aufgegeben. Das Zwölf-Monats-Kursziel wurde von 245 auf 170 Euro gesenkt. Kurzfristig rechnet Analyst Yan Derocles beim deutschen Triebwerkshersteller wie auch bei Rolls-Royce und Safran mit einer "ungünstigen Geschäftsdynamik". Die Landesbank Baden-Württemberg gab gestern sogar eine Verkaufsempfehlung.

Am Dienstag senkte auch die britische Investmentbank HSBC den Daumen für MTU. Das Kursziel wurde von 269 auf 179 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Die Pandemie-Auswirkungen würden jetzt real, wie Analyst Richard Schramm in einer aktuellen Studie schrieb. Was die mittel- bis langfristige Wachstumsgeschichte des Triebwerkbauers angeht bleibt er jedoch zuversichtlich.

Die Kursziele der Analysten machen Hoffnung, zeigen sie doch teilweise ein Potenzial von über 50 Prozent auf absehbare Zeit. Die Kursziel-Senkung bleibt an den Börsen ohne große Wirkung. Nach der Coronakrise werden wieder Flugzeuge fliegen und auch Triebwerke produziert. Mit dem jüngsten Absturz dürfte das Schlimmste hinter der MTU-Aktie liegen. Mutige, langfristig orientierte Anleger sammeln nun erste Stücke ein, vorsichtige warten weiter ab.

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