An der Wall Street zeichnet sich für Dienstag ein uneinheitlicher Handelsauftakt ab: Der Dow Jones dürfte zulegen, während der Nasdaq 100 voraussichtlich nachgibt. Rückenwind für den Dow kommt vor allem von Goldman Sachs. Die Bank überraschte im Aktienhandel mit besseren Ergebnissen als erwartet; ihre Aktie stieg vorbörslich um 3,6 Prozent.
Da sie im Index recht hoch gewichtet ist, hat die Bewegung von Goldman besonderes Gewicht. Der Broker IG sah den Dow gut eine Stunde vor Handelsbeginn 0,7 Prozent höher bei 52.240 Punkten.
Für den Nasdaq 100 prognostizierte IG dagegen ein Minus von 0,7 Prozent auf 30.450 Zähler. Belastend wirkt die Sorge, dass chinesische Hersteller technologisch aufholen. Einem Medienbericht zufolge hat der Speicherchiphersteller CXMT deutliche Fortschritte erzielt. Die Nachricht setzte Chipwerte bereits in Asien und Europa unter Druck. Auch an der Nasdaq gerieten Micron, Sandisk und Seagate vor dem Handelsstart unter die Räder; ihre Aktien verloren zwischen vier und sechs Prozent. Darunter litten auch die Aktien von Chipherstellern aus Europa und Asien, siehe unter: Kaufchancen bei Infineon, ASML und SK Hynix?
Bei den Banken fiel die Reaktion auf die jüngsten Quartalszahlen unterschiedlich aus. Citigroup enttäuschte: Die Aktie verlor vorbörslich knapp zwei Prozent. JPMorgan legte nach der Zahlenvorlage leicht zu, während Wells Fargo rund ein Prozent nachgab.
Zudem könnten sich auch die Blicke auf Microsoft richten. Der Börsenwert des Technologieriesen kletterte kürzlich erneut über die Marke von 4,0 Billionen Dollar und steht kurz vor dem Angriff auf das bisherige Allzeithoch.
Auch Johnson & Johnson stieß mit seinen Geschäftszahlen auf wenig Begeisterung; die Aktie sank vorbörslich um gut zwei Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier. UnitedHealth entwickelte sich dagegen positiv. Der Krankenversicherer hob seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr an, woraufhin die Aktie um 2,7 Prozent zulegte.
Die Aktie von Bumble ist am Montag nach einem Übernahmebericht um fast 50 Prozent nach oben geschossen. Inzwischen ist der Handel mit dem Papier ausgesetzt. Das Wall Street Journal berichtet von fortgeschrittenen Gesprächen über einen milliardenschweren Deal.
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