Wenig Bewegung gab es am Donnerstag bei den großen Indizes an der Wall Street. Steigende Ölpreise sorgten beim Dow Jones für ein leichtes Minus von 0,31 Prozent auf 51.350 Punkte. Der S&P 500 zeigte sich kaum bewegt und schloss 0,02 Prozent tiefer bei 7.704 Zählern. Der Nasdaq 100 schaffte dagegen ein kleines Plus von 0,03 Prozent auf 30.479 Punkte.
Iranische Warnungen, dass die geopolitische Lage im Nahen Osten weiter eskalieren und sich ausweiten könnte, hatten zunächst für einen deutlichen Anstieg der Ölpreise und deutlichere Verluste an den Aktienmärkten gesorgt. Ein Reuters-Bericht, dass die USA und der Iran in New York über einen schrittweisen Plan zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus sprechen würden, sorgte dann aber für Beruhigung. Die USA könnten im Gegenzug die wirtschaftliche Blockade des Iran aufheben. Brent- und WTI-Öl legten letztlich rund vier respektive drei Prozent zu.
Meta bleibt gefragt
Unter den Einzelwerten stand erneut die Meta-Aktie im Fokus. Die erfolgreiche Markteinführung des KI-Assistenten Muse sorgt weiter für Rückenwind und hat für ein Plus von 4,5 Prozent gesorgt. Der Konzern gab auf seiner eigenen Messe mehrere Partnerschaften bekanntgegeben – unter anderem mit Walmart, Best Buy und Shopify. Zudem wurden eine neue Smart-Brille bekanntgegeben und mehrere Analystenhäuser äußerten sich mit höheren Kurszielen sehr positiv zu den Neuigkeiten.
Sorgen bei Oracle
Einen Rückschlag um 3,4 Prozent gab es dagegen bei Oracle. Bloomberg hat unter Berufung auf Insider berichtet, dass der Konzern Schritte unternehme, um sich vor hohen Kosten für ein riesiges Rechenzentrum in New Mexico zu schützen. Dort gebe es bauliche Widerstände und behördlichen Gegenwind. Oracle soll dem Projektentwickler deshalb eine Mitteilung unter Berufung auf „Force Majeure“ (höhere Gewalt) zugestellt, um gegebenenfalls Zahlungen aufzuschieben, wenn das Rechenzentrum nicht wie geplant 2028 in Betrieb gehen könnte.
MGM schwach, Everpure und Nebius stark
Deutliche Bewegungen gab es auch bei den Nebenwerten MGM Resorts, Everpure und Nebius. Bei MGM hat der beteiligte Medienkonzern People Inc die Übernahmeofferte für die verbleibenden Anteile zurückgezogen. Das sorgte für ein Minus von 11,0 Prozent. Everpure stieg dagegen 11,3 Prozent, nachdem der Anbieter von Flash-Speichern und Datenmanagement-Lösungen mit dem mittelfristigen Umsatzausblick überzeugt hat. Beim Neocloud-Anbieter Nebius waren es positive Worte der Bank of America mit höheren Schätzungen, die für ein Plus von 7,2 Prozent sorgten.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nebius.
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