Die Nervosität an der Wall Street nimmt zu. Am Dienstag geraten die US-Futures deutlich unter Druck. Neben schwachen Apple-Aktien sorgen steigende Ölpreise und die anstehenden US-Zwischenwahlen für Unsicherheit. Anleger müssen sich auf einen turbulenten Handelstag einstellen.
- Dow-Jones-Futures verlieren rund 400 Punkte beziehungsweise 0,8 Prozent.
- Apple bricht vorbörslich um vier Prozent ein, nachdem der Konzern mit seiner Margenprognose enttäuscht hat.
- Brent-Öl steigt um 1,7 Prozent auf 106,54 Dollar je Barrel.
Besonders deutlich fällt der Rückschlag beim Dow aus. Die Futures auf den S&P 500 geben dagegen lediglich 0,1 Prozent nach. Der Nasdaq 100 kann sogar 0,3 Prozent zulegen. Damit setzt sich die zuletzt zu beobachtende Rotation zwischen den Branchen fort.
Apple enttäuscht
Für zusätzlichen Verkaufsdruck sorgt Apple. Der iPhone-Hersteller hat mit seiner Prognose für die Bruttomarge enttäuscht. Zudem blieben die iPad-Umsätze im vierten Geschäftsquartal hinter den Erwartungen zurück. Die Aktie verliert vorbörslich rund vier Prozent.
Ölpreise legen zu
Gleichzeitig ziehen die Ölpreise kräftig an. Hintergrund sind die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Neben Brent verteuert sich auch die US-Sorte WTI um 2,2 Prozent auf 98,53 Dollar.
Palantir schmiert ab
Trotz starker Zahlen fällt Planatir vorbörslich um bis zu acht Prozent. Grund: Die Anleger reagieren vor allem auf das nachlassende Wachstum bei neuen Verträgen und Auftragseingängen, statt den deutlichen Gewinn- und Umsatzsprung zu feiern.
US-Wahlen als Unsicherheitsfaktor
Im Mittelpunkt steht zudem die US-Zwischenwahl. Prognosemärkte sehen eine Wahrscheinlichkeit von rund 75 Prozent, dass die Demokraten die Mehrheit im Senat gewinnen. JPMorgan warnt, dass ein demokratischer Durchmarsch in beiden Kammern insbesondere KI-Aktien belasten könnte. Neue Untersuchungen und eine strengere Kontrolle der Regierungspolitik könnten wichtige Branchen wie Technologie, Rüstung und Gesundheit treffen.
AMD und Super Micro im Fokus
Auch auf Unternehmensseite bleibt der Kalender voll. Vorbörslich legen unter anderem Pfizer, Shopify und Eaton Zahlen vor. Nach US-Börsenschluss stehen AMD und Super Micro Computer im Rampenlicht. Dazu kommen neue Daten zum US-Arbeitsmarkt und zu den Industrieaufträgen.
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