Die Ölpreise haben am Dienstag einen Teil ihrer deutlichen Verluste vom Vortag wieder wettgemacht. Auslöser sind Meldungen über erneute US-Angriffe auf Ziele im Iran. Am Morgen stieg der Preis für ein Barrel der Nordsee-Referenzsorte Brent auf über 107 Dollar. Am Montag war Brent wegen positiver Signale aus dem Iran zeitweise auf 103,28 Dollar gefallen, nachdem der Preis in der Vorwoche noch fast 117 Dollar betragen hatte.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben die USA Ziele auf der iranischen Insel Gheschm in der Straße von Hormus angegriffen. Dort soll eine Stellung der Revolutionsgarden unter Beschuss geraten sein, nachdem von der Insel aus eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert worden war.
Pikant ist das zeitliche Zusammentreffen: Nur Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, viele gingen davon aus, dass der Krieg mit dem Iran bald ende. Der Iran wolle unbedingt eine Vereinbarung, behauptete Trump. Medien hatten jedoch in den Tagen zuvor berichtet, Washington plane nach den Zwischenwahlen in den USA gemeinsam mit Israel erneut Angriffe auf den Iran.
Die Lage bleibt also widersprüchlich. Immerhin gibt es ein klares Signal der Entspannung: Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hat laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA grünes Licht für Verhandlungen gegeben, die den seit Monaten andauernden Krieg mit den USA beenden könnten.
Nachdem die Aktien der europäischen Ölwerte am Montag etwas nachgegeben haben – allerdings auf hohem Niveau –, legen sie heute Vormittag bereits wieder zu. Auch nach der jüngsten Korrektur sind die Ölpreise hoch, was die Kassen der Konzerne weiter klingeln lässt. AKTIONÄR-Leser liegen bei BP, Shell und TotalEnergies seit den Empfehlungen deutlich im Plus. Das übergeordnete positive Chartbild ist weiter intakt. Gewinne laufen lassen!
Heute, 09:09
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