Das DAX-Unternehmen Bayer hat am heutigen Dienstag (3. November) die Zahlen zum abgelaufenen dritten Quartal vorgelegt. Beim Umsatz und beim EBITDA vor Sondereinflüssen konnten die Leverkusener besser abschneiden als vom Markt erwartet. Bayer wird zudem zuversichtlicher mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr.
Der Konzern steigerte zwischen Juli und September den Umsatz (nominal) um 4,1 Prozent auf 10,05 Milliarden Euro. Analysten rechneten hingegen nur mit Erlösen in Höhe von 9,88 Milliarden Euro nach 9,66 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen kletterte um 6,9 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro und lag damit ebenfalls über der Schätzung in Höhe von 1,44 Milliarden Euro. Beim EBIT musste Bayer hingegen einen Verlust von 110 Millionen Euro ausweisen. Hier erwartete der Markt jedoch ein Plus von knapp 473 Millionen Euro. Unter dem Strich erzielte Bayer ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,31 Euro im Berichtszeitraum, womit das Unternehmen die Analystenschätzung in Höhe von 0,39 Euro verfehlt hat.
Mit Blick auf das Gesamtjahr will Bayer nun eine EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen von 25 bis 27 Prozent erreichen (zuvor: 23 bis 25 Prozent). Zudem wurde die Bandbreite für den Free Cash Flow um eine Milliarde Euro auf nun minus 1,5 bis minus 0,5 angehoben. Das hat Auswirkungen auf die Nettofinanzverschuldung: Diese erwartet der DAX-Konzern zum Jahresende nun bei 28 bis 29 Milliarden Euro. Zuvor wollte die Gesellschaft den Schuldenberg auf 29 bis 30 Milliarden Euro reduzieren.
In der Pharma-Division verzeichneten das Prostatakrebsmedikament Nubeqa und das Nierenmedikament Kerendia mit einem Plus von knapp 61 Prozent respektive 69 Prozent einmal mehr ein starkes Wachstum. Dadurch konnte Bayer wegbrechende Einnahmen beim Blutverdünner Xarelto und dem Augenheilmittel Eylea kompensieren.
Bayer hat ein starkes drittes Quartal abgeliefert, wenngleich der Konzern beim bereinigten Ergebnis je Aktie die Markterwartungen verfehlt hat. Nach der starken Performance in den zurückliegenden zwölf Monaten sind jedoch einige Vorschusslorbeeren eingepreist. Anleger bleiben vorerst weiter an der Seitenlinie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
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