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Israel‑Wahl: Trump kämpft für Netanyahu

Israel‑Wahl: Trump kämpft für Netanyahu
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Jan-Paul Fóri Heute, 14:19 ‧ Jan-Paul Fóri
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In Israel entscheidet sich am heutigen Dienstag, ob Benjamin Netanyahu trotz der Kritik an seiner Kriegsführung an der Macht bleibt. Es ist die erste Parlamentswahl seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 und dem gemeinsamen Krieg Israels und der USA gegen Iran. US-Präsident Donald Trump wirbt offen für eine weitere Amtszeit seines Verbündeten.

Netanyahu führt die rechtsgerichtete Likud-Partei. Seit den Hamas-Angriffen mit rund 1.200 Todesopfern und mehr als 250 Verschleppten steht seine Regierung unter Druck. Kritiker werfen ihm Versäumnisse bei der Vorbereitung auf den Angriff vor. Der anschließende Militäreinsatz im Gazastreifen forderte nach palästinensischen Angaben Zehntausende Todesopfer.

Trump stellte sich am Sonntag demonstrativ hinter Netanyahu. Auf Truth Social forderte er die israelischen Wähler auf, den Regierungschef im Amt zu bestätigen. Gemeinsam müssten beide den begonnenen Krieg gegen Iran zu Ende führen. Berichten zufolge bereiten Washington und Jerusalem weitere Angriffe auf Teheran vor.

Rüstungsaktien im Fokus

Für Rüstungsunternehmen bleibt die Entwicklung ein wichtiger Kurstreiber. Rheinmetall profitiert grundsätzlich von steigenden Verteidigungsbudgets und der europäischen Aufrüstung. Eine weitere Eskalation im Nahen Osten könnte den politischen Druck erhöhen, Munitionsbestände und Luftverteidigung auszubauen. Direkte Aufträge oder zusätzliche Gewinne ergeben sich daraus jedoch nicht automatisch.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Auch Lockheed Martin steht im Fokus. Der US-Konzern produziert unter anderem F-35-Kampfjets und Raketenabwehrsysteme. Eine anhaltende Konfrontation mit Iran könnte den Bedarf an Flugzeugen, Präzisionswaffen und Abwehrsystemen erhöhen. Gleichzeitig drohen bei einer weiteren Eskalation höhere operative Risiken und steigende Kosten.

Für beide Aktien zählt letztlich, ob sich geopolitische Spannungen in konkrete Aufträge, höhere Budgets und bessere Margen übersetzen. Ein Wahlsieg Netanyahus wäre dafür allein kein ausreichender Auslöser.

Schwierige Regierungsbildung erwartet

Die 120 Sitze der Knesset werden nach Verhältniswahlrecht vergeben. Für eine Mehrheit sind 61 Sitze nötig. Da beide großen Lager laut Umfragen darunterliegen, könnten kleinere Parteien über die Regierungsbildung entscheiden. Ein Machtwechsel würde zudem nicht zwangsläufig eine grundlegende Kehrtwende in der Iran-Politik bedeuten.

Die Israel-Wahl dürfte auch die Rüstungsaktien bewegen. Vorerst bleibt DER AKTIONÄR für Rheinmetall und Lockheed Martin aber zuversichtlich. Beide Rüstungsaktien sind ein Kauf.

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