Die Angst vor einer neuen Eskalation im Iran-Konflikt hat die US-Börsen am Freitag belastet. Gleichzeitig sprang der Ölpreis über die Marke von 100 Dollar. Nach dem Ausverkauf bei Tech-Aktien am Vortag griff die Verkaufswelle nun auf weitere Branchen über.
Der Dow Jones verlor 1,2 Prozent. Der S&P 500 gab 0,5 Prozent nach, der Nasdaq 100 schloss minimal schwächer. Besonders unter Druck standen defensive Branchen wie Versorger, Gesundheit und Basiskonsumgüter.
Auch bei Einzelwerten gab es deutliche Verluste. American Express rutschte um mehr als drei Prozent ab. Der Kreditkartenkonzern will rund fünf Prozent seiner weltweiten Belegschaft abbauen und begründete dies unter anderem mit den Vorbereitungen auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Caterpillar verlor rund zwei Prozent, Goldman Sachs mehr als ein Prozent.
Ölpreis zieht deutlich an
Die US-Öl der Sorte WTI verteuerte sich um 3,8 Prozent auf 103,27 Dollar je Barrel. Brent stieg um 3,1 Prozent auf 116,72 Dollar und erreichte damit den höchsten Schlussstand seit April. Berichte über mögliche neue Angriffe der USA und Israels auf den Iran schürten die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Keine Entspannung lieferte dagegen die Nachricht, dass russisches Öl auf dem Weg in die USA ist.
Gleichzeitig zogen die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen wieder an und näherten sich der Fünf-Prozent-Marke. Das belastet insbesondere zinssensible Wachstumswerte. Halbleiteraktien stemmten sich jedoch gegen den Trend: Micron Technology legte 2,5 Prozent zu, AMD gewann 1,7 Prozent.
Auf Wochensicht sind die Verluste deutlich weniger gewichtig: Der S&P 500 verlor 0,5 Prozent, der Nasdaq 0,7 Prozent. Der Dow Jones hielt sich mit einem Plus von 0,4 Prozent im grünen Bereich. Anleger lassen sich nicht verunsichern. Welche Aktien jetzt aussichtsreich sind, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe. Diese finden Sie hier.
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