US-Präsident Donald Trump könnte bestimmte Zölle auf kanadische Produkte bereits am Freitag senken. Mit dem Schritt will seine Regierung offenbar die republikanische Senatorin Susan Collins und weitere Parteikollegen vor den anstehenden Zwischenwahlen stärken. Für andere Waren könnten die Abgaben im Gegenzug steigen.
Nach Informationen des Wall Street Journal sollen die bislang geltenden Zölle von 50 Prozent auf ausgewählte Agrar- und Forstprodukte aus Kanada wegfallen. Die Maßnahme könnte allerdings in ihrem Umfang und zeitlichen Ablauf noch verändert werden.
Zölle könnten lediglich verlagert werden
Die geplanten Erleichterungen bedeuten nicht zwangsläufig eine generelle Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada. Die Regierung erwägt dem Bericht zufolge, die Abgaben auf andere kanadische Produkte im Gegenzug anzuheben. Damit könnten einzelne Branchen profitieren, während andere weiterhin unter hohen Handelsbarrieren leiden.
Politischer Hintergrund
Der Zeitpunkt ist politisch brisant: Mit den Zwischenwahlen stehen die Republikaner vor einer wichtigen Bewährungsprobe. Die mögliche Zollsenkung soll unter anderem Susan Collins helfen, die als Senatorin den Bundesstaat Maine vertritt. Landwirtschaft und Forstwirtschaft spielen in Teilen der US-Wirtschaft eine wichtige Rolle. Entlastungen bei entsprechenden Importen könnten daher auch politisch relevant sein.
Handelskonflikt bleibt ein Unsicherheitsfaktor
Für Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze bleibt die US-Zollpolitik damit schwer kalkulierbar. Änderungen bei einzelnen Produktgruppen können Lieferketten, Einkaufskosten und Wettbewerbsbedingungen beeinflussen. Solange der genaue Umfang der geplanten Maßnahme nicht feststeht, bleibt offen, welche Branchen tatsächlich profitieren werden.
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Heute, 21:27
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