Der KI-Boom sorgt bei Chipherstellern für volle Auftragsbücher. Davon profitieren auch Infineon und Aixtron. Doch heute Abend richtet sich der Blick der Anleger auf AMD. Der US-Konzern muss nach Börsenschluss zeigen, dass die hohen Erwartungen an sein Geschäft mit KI-Beschleunigern gerechtfertigt sind.
Nach der enttäuschenden Intel-Prognose gerieten zahlreiche Chip-Aktien unter Druck. AMD verlor zeitweise knapp zehn Prozent, auch Qualcomm und Lumentum gaben deutlich nach. Ein überzeugender Ausblick könnte die Stimmung im Sektor nun drehen – und damit auch Infineon und Aixtron Rückenwind geben. Infineon liefert Leistungshalbleiter für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren, Aixtron die Anlagen zur Herstellung von GaN- und SiC-Chips, die unter anderem in effizienten Stromversorgungssystemen zum Einsatz kommen.
Für das dritte Quartal 2026 rechnen Analysten im Schnitt mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,95 Dollar. Das entspricht einem Plus von rund 62 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 1,20 Dollar. Beim Umsatz erwarten die Experten etwa 13,0 bis 13,1 Milliarden Dollar – rund 42 Prozent mehr als vor einem Jahr. Besonders im Fokus steht das Datacenter-Geschäft. Hier liegt die Markterwartung bei rund 8,3 Milliarden Dollar. Im Vorquartal hatte AMD in diesem Bereich 6,7 Milliarden Dollar umgesetzt.
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