Evonik zeigt sich nach einem kräftigen Gewinnplus im dritten Quartal etwas optimistischer für das Gesamtjahr, wie der Konzern am Dienstag im Rahmen des Quartalsberichts mitteilte. Der MDAX-Konzern hält es inzwischen für wahrscheinlich, dass das bereinigte Ebitda in der oberen Hälfte der im Sommer angehobenen Spanne von 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro landet. Analysten erwarteten im Schnitt allerdings bereits das obere Ende der Spanne. Dementsprechend kaum verändert zeigt sich das Papier in einer ersten Reaktion.
„Unsere strategische Aufstellung zahlt sich voll aus. Wir sind stark und robust“, kommentierte Claus Rettig, Vorstandschef ad interim. „Wir sind nochmals optimistischer beim Ausblick. Im Gegenwind fliegen Drachen am höchsten.“
In den drei Monaten bis Ende September kletterte der operative Gewinn um 40 Prozent auf 629 Millionen Euro, der Umsatz legte um 13 Prozent auf knapp 3,83 Milliarden Euro zu. Davon profitierten zuletzt viele europäische Chemiefirmen, denn höhere Verkaufspreise kamen ihnen zugute, während die asiatische Konkurrenz deutlich unter den Folgen des Iran-Kriegs leidet.
Unter dem Strich steht allerdings erneut ein Nettoverlust von 53 Millionen Euro, nach minus 106 Millionen Euro vor einem Jahr. Belastet haben Rückstellungen für das laufende Sparprogramm, etwa für Abfindungen.
„Höheres operatives Ergebnis, deutlich verbesserter Cashflow und niedrigere Verschuldung, so verbessern wir unser Finanzprofil stetig weiter, was zuletzt auch die Ratingagentur Moody’s durch eine Hochstufung bestätigt hat”, sagt Finanzvorstand Michael Rauch.
Im Fokus der Anleger stehen aus ihrer Sicht vor allem die Übernahmebemühungen. Der größere Branchenrivale BASF bemüht sich um eine Übernahme von Evonik. Evonik lehnt diese ab, hat die Tür für Gespräche aber offen gelassen.
DER AKTIONÄR hält nach wie vor an seiner Einschätzung zu Evonik fest. Das Unternehmen bleibt nicht zuletzt als Übernahmeziel attraktiv. Aktionäre sichern hier ihre Position mit einem Stoppkurs bei 16,00 Euro ab.
Heute, 08:08
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