Der Chemieriese BASF hat heute solide Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal des laufenden Jahres vorgelegt. Darüber hinaus hat der DAX-Konzern auch die Gesamtjahresprognose erneut angehoben. Doch mehr noch als die Ergebnisse und der Ausblick dürften die Marktteilnehmer die Aussagen zur geplanten Übernahme von Evonik interessieren.
Hierzu äußerte sich der Vorstandsvorsitzende des Ludwigshafener Chemieproduzenten, Markus Kamieth, auch. Demnach bleibt Evonik weiterhin das bevorzugte Übernahmeziel. So sieht Kamieth weiterhin gute Gründe für einen Zusammenschluss mit Evonik. Allerdings schließt er einen Kauf um jedem Preis explizit aus. In einer Telefonkonferenz am Mittwoch bezeichnete er den Deal als strategisch naheliegend. Die Konsolidierung der europäischen Chemiebranche sei bereits im Gang, und BASF könne dabei eine aktive Rolle spielen. Der Zeitpunkt passe sowohl für den Konzern als auch für die Branche.
Ein Erwerb sei für BASF jedoch keine zwingende Voraussetzung, sondern lediglich eine mögliche Option, stellte Kamieth klar. Der Ludwigshafener Konzern werde keine überzogene Summe bieten. Weiterverfolgt werde die Transaktion nur, wenn sie den Aktionären einen wirtschaftlichen Vorteil bringe. Evonik bleibe dennoch das bevorzugte Übernahmeziel.
BASF bemüht sich derzeit um den Essener Spezialchemiehersteller. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen soll der DAX-Konzern sein Angebot auf 24 Euro je Aktie erhöht haben. Damit würde Evonik insgesamt mit gut elf Milliarden Euro bewertet. Eine erste Offerte hatte der Evonik-Vorstand zurückgewiesen.
DER AKTIONÄR hält nach wie vor an seiner Einschätzung zu den beiden Chemieaktien fest: Wer bei den Anteilscheinen des DAX-Konzerns BASF investiert ist, kann weiterhin dabeibleiben und sollte den Stopp bei 39,00 Euro beachten. Evonik-Aktionäre sichern ihre Position mit einem Stoppkurs bei 16,00 Euro ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
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