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Aixtron‑Aktie: Jetzt geht´s los!

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Michael Schröder Heute, 10:55 ‧ Michael Schröder
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Der Anlagenbauer Aixtron rechnet auch wegen des anhaltenden weltweiten Ausbaus von KI-Rechenkapazitäten mit weiterhin starker Nachfrage. Rückenwind sieht Vorstand Felix Grawert „durch die Nachfrage nach Optoelektronik und zunehmend auch durch die sich verbessernde Dynamik in der Leistungselektronik“. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Ein erster Blick hinter die Kulissen.

Im dritten Quartal 2026 lagen die Umsatzerlöse mit 183,6 Millionen Euro um 54 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Bruttoergebnis stieg aufgrund des höheren Umsatzes sowie eines deutlich vorteilhaften Produkt- und Regionalmixes um 88 Prozent auf 87,3 Millionen Euro. Die Bruttomarge verbesserte sich entsprechend von 39 auf 48 Prozent.

In den ersten neun Monaten 2026 fielen die Umsätze um drei Prozent auf 358,1 Millionen Euro. Dabei erzielte Aixtron ein Bruttoergebnis von 144,9 Millionen Euro (Vorjahr: 136,2 Millionen Euro). Dies entspricht einer Bruttomarge von 40 Prozent nach 37 Prozent im Vorjahr. Darin enthalten sind einmalige Aufwendungen im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich im Zusammenhang mit dem Personalabbau im operativen Bereich.

Optoelektronik im Fokus
Aixtron baut Anlagen zur Herstellung optoelektronischer Chips, die etwa für Laserkomponenten zur Datenübertragung benötigt werden. Diese Technik kommt in KI-Rechenzentren zunehmend zum Einsatz, da herkömmliche Kupferkabel bei Geschwindigkeit und Effizienz immer stärker an ihre Grenzen stoßen. Die Geschäfte mit diesen Maschinen liefen bereits in den vergangenen Quartalen gut. „Optoelektronik machte im dritten Quartal rund 68 Prozent unseres Anlagenauftragseingangs aus und spiegelt die außergewöhnlich starke Nachfrage nach KI-getriebener optischer Konnektivität wider“, so Grawert in einer Mitteilung. Hersteller von Leistungshalbleitern, Micro-LEDs und LEDs hielten sich dagegen mit Bestellungen zurück.

Überblick

GaN und SiC vor Belebung
Wichtig: Steigende Kundenauslastungen, eine wieder anziehende Auftragsaktivität und Vorbereitungen für neue Kapazitäten liefern dem Vernehmen nach immer mehr Hinweise auf eine Erholung des Marktes für Leistungshalbleiter auf Basis von Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC). Solche Chips sind effizienter als herkömmliche Siliziumchips. Chipkonzerne hatten sich in diesem Bereich zuletzt allerdings mit Bestellungen zurückgehalten – auch, weil die Nachfrage nach E-Autos, Smartphones und Laptops teilweise schwach war.

Rückenwind gibt es hier auch durch die Einführung neuer, leistungsstärkerer 800-Volt-Architekturen für KI-Rechenzentren. Wo heute in den Racks zur Stromversorgung zu 100 Prozent Chips auf Siliziumbasis verbaut werden, dürfte künftig ein größerer Teil davon durch GaN-Chips und ein kleinerer Teil durch SiC-Chips ersetzt werden. Der wirtschaftliche Hintergrund ist schnell erklärt. 

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