Die Aktie von Johnson & Johnson hat zum Wochenauftakt erneut zulegen können. Das Anfang September markierte Allzeithoch rückt damit wieder näher. Unterstützung erhält das Papier zudem von positiven Phase-3-Langzeitdaten. Im weiteren Tagesverlauf werden die Zahlen zum dritten Quartal erwartet. Diese dürften die weitere Richtung vorgeben.
Neue Langzeitdaten aus zwei Phase-3-Studien stützen die Hoffnungen auf Tremfya (Guselkumab). Johnson & Johnson hat die Ergebnisse über einen Beobachtungszeitraum von drei Jahren vorgelegt. Erwachsene mit Morbus Crohn, die mit Tremfya behandelt wurden, erreichten über drei Jahre klinische Remissionsraten von bis zu 94 Prozent.
In den Studien GALAXI 2 und GALAXI 3 erhielten die Teilnehmer zunächst eine Induktionstherapie mit Tremfya und danach entweder 100 mg alle acht Wochen oder 200 mg alle vier Wochen. Im Acht-Wochen-Rhythmus lag die Remissionsquote bei 94 Prozent, im Vier-Wochen-Schema bei 91 Prozent. Beide Dosierungsschemata liegen bei der klinischen Remission damit sehr eng beieinander.
Bei der endoskopischen Remission ergab sich: 52 Prozent der Patienten im Acht-Wochen-Takt und 61 Prozent im Vier-Wochen-Takt erreichten sie. Außerdem waren in beiden Gruppen 88 Prozent nach 90 Tagen klinisch in Remission, ohne auf Kortikosteroide angewiesen zu sein.
Auch bei Fisteln meldet Johnson & Johnson Fortschritte. Laut der Phase-3-Studie FUZION zeigte Tremfya in bestimmten Subgruppen eine konstante Fistel-Remission. Nach 24 Wochen erreichten 28 Prozent (q8w) beziehungsweise 27 Prozent (q4w) die kombinierte Fistel-Remission, unter Placebo waren es 10 Prozent.
Anleger warten heute gespannt auf die Zahlen zum dritten Quartal, die vor US-Börsenstart vorgelegt werden. Analysten erwarten einen Gewinn von 2,52 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum waren es 2,80 Dollar je Aktie. Die Konsensschätzung für den Quartalsumsatz liegt bei 25,4 Milliarden Dollar. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum erwirtschaftete Johnson & Johnson 24,0 Milliarden Dollar.
Im Fokus steht außerdem die Prognose. Johnson & Johnson hatte den Ausblick im Vorquartal angehoben und das operative Umsatzwachstum für 2026 um 400 Millionen Dollar erhöht. Die Spanne liegt nun bei 6,5 bis 7,1 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis je Aktie soll zwischen 11,50 und 11,65 Dollar liegen.
Auch die Historie spricht für den Konzern: In den vergangenen zwei Jahren übertraf Johnson & Johnson die Gewinnschätzungen in 88 Prozent der Fälle und die Umsatzerwartungen in allen Fällen.
Die Aktie von Johnson & Johnson hat Anfang September bei 281,07 Dollar ein neues Allzeithoch markiert. Die anschließende Konsolidierung führte bis in den Bereich von 250 Dollar. Zuletzt hat die Aktie nun wieder angezogen. Am Montag ging es knapp ein Prozent nach oben. Kann das Unternehmen nun auch heute beim Quartalsbericht überzeugen, dürfte das Rekordhoch wieder in den Fokus rücken. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 184,00 Euro investiert. Nicht zu verachten außerdem: Johnson & Johnson ist ein verlässlicher Dividendenzahler. Aktuell beträgt die Rendite 2,0 Prozent.
Heute, 07:40
Bei Google bevorzugen