Die Aktie von Johnson & Johnson gehört heute am US-Markt zu den größten Verlierern. Da das Unternehmen Quartalszahlen veröffentlicht hat, liegt der Schluss nahe, dass diese enttäuschend ausgefallen sind. Doch das Gegenteil ist der Fall. Was ist also bei dem Unternehmen los?
- Johnson & Johnson übertraf im dritten Quartal die Gewinnerwartungen und hob den Jahresausblick an.
- Die Medizintechniksparte wuchs deutlich langsamer als das Pharmageschäft; die Aktie verlor fast sechs Prozent.
- Investierte Anleger sichern sich mit einem Stopp bei 184,00 Euro ab.
Johnson & Johnson hat am Dienstag die Erwartungen für das dritte Quartal übertroffen und seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Schwächen im Medizintechnikgeschäft dämpften jedoch die Begeisterung des Marktes bei dem Konzern, der auch Pharmaprodukte anbietet.
Der Gesundheitskonzern meldete für das dritte Quartal ein bereinigtes Ergebnis von 2,59 Dollar je Aktie und lag damit über den Erwartungen der Wall Street von 2,52 Dollar. Der Umsatz stieg um 5,9 Prozent auf 25,4 Milliarden Dollar und entsprach damit den Prognosen der Analysten.
Das Management hob die Prognose auf Grundlage des Quartals an und verwies auf eine „starke operative Performance“. Der Konzern peilt nun ein bereinigtes Ergebnis von 11,05 bis 11,15 Dollar je Aktie an; zuvor waren es 10,96 bis 11,11 Dollar. Die neue Spanne berücksichtigt die im Juli erfolgte Übernahme von Firefly Bio, eine strategische Zusammenarbeit mit Sail Biomedicines sowie eine einmalige Belastung für die vorgeschlagene Beilegung offener Talkum-Klagen. Außerdem hob J&J die untere Grenze der Umsatzprognose an, sodass sich der Mittelwert der Spanne auf 101,2 Milliarden Dollar erhöht.
Die Aktie gibt dennoch mit einem Minus von fast sechs Prozent kräftig nach, denn die Entwicklung der Kerngeschäftsfelder ist gemischt. Das Pharmageschäft legte im Quartal zwar um 7,7 Prozent zu, die Medizintechniksparte indes nur um 2,5 Prozent. Die Schwäche wird unter anderem auf Störungen durch den Iran-Krieg zurückgeführt und nicht auf eine insgesamt nachlassende Nachfrage.
Insgesamt hatte sich der Markt trotz des angehobenen Ausblicks noch etwas mehr erwartet. Ein Angriff auf das Anfang September bei 281,07 Dollar markierte Allzeithoch ist nun vorerst kein Thema mehr. Investierte Anleger bleiben dabei, sichern sich aber weiter mit einem Stopp bei 184,00 Euro ab. Nicht zu verachten ist außerdem: Johnson & Johnson ist ein verlässlicher Dividendenzahler. Aktuell beträgt die Rendite 2,0 Prozent.
Heute, 17:56
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