Der aktuell etwas schwächelnde Halbleitermarkt dürfte auch an den deutschen Chipaktien nicht vorbeigehen. Bereits am Vortag standen US-amerikanische Titel aus der Branche unter Druck. An den asiatischen Börsen fiel die Reaktion noch deutlicher aus. Besonders stark gab der südkoreanische Kospi nach und verlor rund sechs Prozent.
Ausschlaggebend waren vor allem die Kursverluste der schwer gewichteten Branchenriesen Samsung und SK Hynix, deren Aktien zwischen sieben und neun Prozent einbüßten.
Für zusätzliche Unsicherheit sorgen Zweifel daran, ob sich die hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz tatsächlich rechnen werden. Zugleich machen technologische Fortschritte des chinesischen Speicherchip-Produzenten CXMT den etablierten Herstellern Sorgen. Anleger fürchten, dass dadurch Marktanteile und Gewinnmargen unter Druck geraten könnten.
„Der Ausverkauf der Halbleiterwerte verschärft sich, nachdem der Broadcom-Chef vor zu hohen Erwartungen an KI und vor Finanzierungsproblemen beim Ausbau gewarnt hat“, schrieben die Marktexperten der Dekabank in ihrem Morgenkommentar.
Vor dem Xetra-Handel gaben die Aktien von Infineon auf Tradegate um 1,5 Prozent nach. Auch im MDAX standen Chip- und Ausrüsterwerte im Minus: Suss Microtec verlor vorbörslich 2,4 Prozent, Aixtron 1,6 Prozent. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Xetra-Schlusskurs.
Im weiteren Wochenverlauf könnten neue Unternehmenszahlen die Stimmung in der Branche zusätzlich beeinflussen. Am Mittwoch legt der niederländische Anlagenbauer ASML seine Ergebnisse vor, am Donnerstag folgt der taiwanesische Halbleiterkonzern TSMC. Die Zahlen beider Unternehmen könnten wichtige Hinweise zur Lage des Sektors liefern und die Kurse entsprechend bewegen.
Mutige können die aktuelle Schwäche einiger Chipproduzenten natürlich antizyklisch zum Einstieg nutzen. Hierfür bietet sich etwa auch der Chip Titans Index des AKTIONÄR an. Mit dem Indexzertifikat mit der WKN DA0ACC profitieren Sie eins zu eins von der Wertentwicklung des Aktienkorbs mit Titeln wie etwa Nvidia, AMD, Broadcom, Intel, ASML, SK Hynix oder Micron.
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