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28.07.2021 Andreas Deutsch

Impftempo mau – aber BioNTech-Aktie gibt Vollgas

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BioNTech

Medizinern, Politikern und Volkswirten macht die zunehmende Impfmüdigkeit der Bevölkerung Sorge. US-Präsident Joe Biden warnte unlängst vor einer "Pandemie unter Ungeimpften". Doch der Aktie von BioNTech kann die Entwicklung nichts anhaben. Der Titel könnte bereits in den kommenden Tagen ein neues Level erklimmen.

Während sich die Politik in Deutschland (noch) sträubt, machen andere Länder zunehmend mobil in Sachen Impfpflicht. In den USA müssen sich nun die medizinischen Mitarbeiter der Krankenhäuser für Veteranen gegen das Coronavirus impfen lassen. Dies sei der beste Weg, um "die Sicherheit der Veteranen zu garantieren", erklärte Kriegsveteranenminister Denis McDonough.

In Italien erwägt die Regierung nach einem Zeitungsbericht eine Corona-Impfpflicht für Lehrer und anderes Personal an den Schulen. In Frankreich hat das Parlament vor wenigen Tagen die Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen eingeführt.

Da wahrscheinlich weitere Staaten dem Beispiel folgen werden, wird BioNTech also noch jede Menge Abnehmer für seinen Impfstoff bekommen. Das dürfte das Momentum für die Aktie über kurz oder lang weiter kräftig befeuern. Bereits jetzt zählt die Aktie mit einem Plus von 250 Prozent seit Jahresanfang zu den Super-Performern 2021. Viel fehlt nicht mehr, und der Titel knackt die 300-Dollar-Marke.

Mittlerweile treibt aber nicht mehr nur Corona den Kurs an. Es ist die Hoffnung, dass mRNA oder messenger-RNA (englisch messenger ribonucleic acid), zu Deutsch Boten-Ribonukleinsäure, auch bei der Bekämpfung von anderen Krankheiten erfolgreich sein wird – nämlich Krebs und Malaria.

Klappt alles, wird BioNTech in den kommenden zwei Jahren einen mRNA-Impfstoff gegen Malaria auf den Markt bringen. Das Unternehmen plant den Start einer klinischen Studie bis Ende 2022. Darüber hinaus prüft das Management Möglichkeiten, in Afrika Produktionsanlagen aufzubauen, die mRNA-basierte Impfstoffe herstellen können.

Das Projekt wird unterstützt von der Europäischen Kommission, der Weltgesundheitsorganisation WHO, der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung sowie anderen Organisationen. Am notwenigen Geld dürfte es daher also nicht mangeln.

Malaria zählt weltweit zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten: Im Jahr 2019 registrierte die WHO 229 Millionen Erkrankungen und mehr als 400 000 Todesopfer, die meisten von ihnen Kinder unter fünf Jahren. Seit Jahrzehnten suchen Forscher nach einem zuverlässigen Impfstoff - bislang ist jedoch kein Präparat zugelassen.

„Die mRNA-Technologie könnte eine Wende bedeuten", sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen.

BioNTech (WKN: A2PSR2)

Seit der Empfehlung des AKTIONÄR vor etwas mehr als anderthalb Jahren liegt BioNTech mit 1.950 Prozent im Plus. Angesichts des Durchbruchs von mRNA und der Chancen, die sich damit auftun, hat die Aktie immer noch Luft nach oben und ist nach wie vor ein Kauf.

(Mit Material von dpa-AFX)


Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist un-mittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwick-lung profitieren können: BioNTech.
Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von BioNTech befinden sich im AKTIONÄR-Depot.

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