++ Verrückte Börsen – 150 Prozent Potenzial ++

Hammer PwC‑Prognose: 31,6 Billionen Dollar Investitionen in Rechenzentren bis 2050

Hammer PwC‑Prognose: 31,6 Billionen Dollar Investitionen in Rechenzentren bis 2050
Foto: kynny/iStock
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Ingo Nix Heute, 09:18 Ingo Nix
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PwC beziffert die weltweiten Rechenzentrumsausgaben bis 2050 erstmals: 31,6 Billionen Dollar, im beschleunigten Szenario bis zu 50 Billionen. Die Summe ist kaum vorstellbar. Die eigentliche Nachricht steht eine Zeile weiter unten – der Löwenanteil des Geldes ist Hardware, und Hardware wird nicht einmal gekauft, sondern immer wieder. 

PwC hat am Mittwoch seinen ersten Global Data Center Outlook vorgelegt. Bis 2050 sollen weltweit 31,6 Billionen Dollar in Rechenzentren fließen, in einem beschleunigten Szenario sogar bis zu 50 Billionen. Zum Vergleich: Die gesamte Wirtschaftsleistung der USA liegt bei etwa 30 Billionen Dollar. Nur: Eine Modellrechnung über 25 Jahre ist kein Auftragsbuch. Interessant an der Studie ist nicht die Summe, sondern ihre Zusammensetzung.

Rechenzentren: Der Löwenanteil ist Hardware, nicht Beton

Der größte Teil des Geldes fließt laut PwC nicht in Grundstücke und Gebäude, sondern in das, was in den Hallen steht. Eine Rechenzentrumshülle wird über 25 bis 40 Jahre abgeschrieben, Server und KI-Beschleuniger über fünf bis sechs Jahre. Wer heute baut, kauft die Rechenleistung bis 2050 vier- bis fünfmal neu. Aus einer einmaligen Bauwelle wird ein wiederkehrender Ersatzzyklus – und damit ein Umsatzstrom statt eines Projekts. Wie sich dieser Zyklus Schicht für Schicht auf einzelne Engpässe herunterbrechen lässt, hat DER AKTIONÄR in seiner fünfteiligen Serie zum Five-Layer Cake gezeigt.

Nvidia: Der Zyklus ist längst sichtbar

Nvidia meldete am 26. August für das zweite Geschäftsquartal 96,2 Milliarden Dollar Umsatz, davon 89 Milliarden im Rechenzentrumsgeschäft, ein Plus von 117 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Quartal stellt der Konzern rund 108 Milliarden Dollar in Aussicht, ohne nennenswerte Rechenzentrumsumsätze in China. Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta planen für 2026 zusammen Investitionen von rund 700 bis 760 Milliarden Dollar, nach etwa 410 Milliarden im Vorjahr.

Nvidia (WKN: 918422)

Rechenzentren: Die Abschreibungswelle kommt erst noch

Genau dieser Ersatzzyklus ist auch das Risiko. In den vier Quartalen bis März 2026 kauften die vier Hyperscaler Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta Sachanlagen für rund 434 Milliarden Dollar, verbuchten dafür aber nur etwa 149 Milliarden Dollar Abschreibungen. Die Gewinne von heute tragen also nur einen Bruchteil dieser Investitionen, der Rest kommt später – unabhängig davon, was die KI-Erlöse bis dahin tun. Alphabet war im zweiten Quartal 2026 erstmals im freien Cashflow negativ und nahm im Juni 84,75 Milliarden Dollar Eigenkapital auf. Der fremdfinanzierte Anteil der Investitionen stieg im Sektor seit dem Geschäftsjahr 2024 von neun Prozent auf rund ein Drittel. Wer bis 2050 rechnet, muss zuerst die Bilanzen von 2027 lesen.

Ende Oktober berichten die Hyperscaler über das dritte Quartal und lassen erstmals erkennen, wie hoch ihre Investitionsbudgets für 2027 ausfallen. Im November folgt Nvidia mit den Zahlen zum dritten Geschäftsquartal und dem Test, ob die Prognose von 108 Milliarden Dollar hält. Bestätigen beide Termine den Ersatzzyklus, wird aus der PwC-Zahl eine Planungsgröße. 

DER AKTIONÄR bleibt für Nvidia positiv gestimmt. Das Schlüsselunternehmen der Branche ist auch im AKTIONÄR-Depot weiterhin vertreten.

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