Das Papier des Hamburger Wirkstoffforschers befindet sich weiterhin fest in den Händen der Bären. Trotz guter Neuigkeiten von der Kooperationsseite wird die Evotec-Aktie zur Wochenmitte kurzzeitig auf ein neues Mehrjahrestief bei 3,13 Euro (auf der Handelsplattform Xetra) gedrückt.
Evotec hat eine Forschungskooperation mit der Münchner Biotech-Gesellschaft Plectonic Biotech aufgesetzt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit soll ein neuartiger Immuntherapieansatz für die Behandlung solider Tumoren erforscht werden. Die Zusammenarbeit adressiere zentrale Herausforderungen, die den erfolgreichen Einsatz klassischer T-Zell-Engager-Therapien bei soliden Tumoren bislang eingeschränkt haben, so die Hansestädter in einer Pressemitteilung.
„T-Zell-Engager haben in der Onkologie bereits großes Potenzial gezeigt. Eine zentrale Herausforderung besteht jedoch weiterhin darin, ihre klinischen Erfolge bei hämatologischen Erkrankungen auf solide Tumoren zu übertragen, die rund 90 Prozent aller Krebserkrankungen ausmachen", erklärt Evotec-CSO Cord Dohrmann. „Mit dieser Zusammenarbeit möchten wir das Potenzial der Kombination unserer firmeneigenen BiTco-Plattform mit der LOGIBODY-Technologie von Plectonic untersuchen und neue Wege zur Steigerung der Wirksamkeit von T-Zell-Engagern bei soliden Tumoren erforschen."
Weitere (finanzielle) Details oder Angaben über die weitere Ausgestaltung der Zusammenarbeit haben die beiden Unternehmen nicht kommuniziert.
Indes fehlen bei Evotec nach wie vor News für eine nachhaltige charttechnische Trendwende. Auch mit den Mitte August veröffentlichten Zahlen zum zweiten Quartal (DER AKTIONÄR berichtete) konnte der Wirkstoffforscher das Ruder nicht herumreißen.
Die Gemengelage bei Evotec bleibt schwierig. Es wird dauern, bis das SDAX-Unternehmen das Vertrauen des Kapitalmarktes wieder spürbar zurückgewinnen kann. Dem AKTIONÄR fehlen derzeit die Kaufargumente.
Heute, 13:44
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