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Nvidia: So profitiert der KI‑Pionier vom Anthropic‑Milliardendeal

Nvidia: So profitiert der KI‑Pionier vom Anthropic‑Milliardendeal
Foto: Yonhap/picture alliance/dpa
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Jan-Paul Fóri Heute, 11:01 Jan-Paul Fóri
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Der KI-Konzern Anthropic sichert sich die nächste gewaltige Ladung Rechenleistung. Das Unternehmen hat laut übereinstimmenden Berichten einen Cloud-Vertrag über rund 35 Milliarden Dollar mit Lambda geschlossen. Hinter dem Projekt in Texas steht auch Nvidia.

  • Anthropic sichert sich Rechenkapazität im Wert von rund 35 Milliarden Dollar.
  • Das zugrunde liegende Rechenzentrum in Texas soll rund 350 Megawatt Leistung bieten und von Hut 8 entwickelt werden.
  • Nvidia liefert die Chips und hält laut Wall Street Journal den Mietvertrag für das Rechenzentrum.

Der Deal ist ein weiterer Beleg dafür, wie viel Kapital inzwischen in die KI-Infrastruktur fließt. Anthropic benötigt dringend zusätzliche Rechenleistung, um die wachsende Nachfrage nach seinen Claude-Modellen und insbesondere dem Programmierwerkzeug Claude Code zu bedienen.

Das Rechenzentrum entsteht im texanischen Nueces County. Entwickelt wird die Anlage vom ehemaligen Bitcoin-Miner und heutigen Rechenzentrumsbetreiber Hut 8. Die geplante Kapazität liegt bei rund 350 Megawatt. Lambda soll die Infrastruktur für Anthropic nutzen und dort Nvidia-Chips einsetzen.

Besonders interessant ist dabei die Rolle von Nvidia. Der Chipkonzern ist nicht nur Investor bei Lambda und Lieferant der benötigten Prozessoren. Laut dem Wall Street Journal hält Nvidia auch den Mietvertrag für das Rechenzentrum. Damit wird deutlich, wie eng Chiphersteller, Cloud-Anbieter und KI-Entwickler inzwischen miteinander verflochten sind.

Anthropic kauft sich Rechenleistung

Für Anthropic ist der 35-Milliarden-Dollar-Vertrag keineswegs ein Einzelfall. Der KI-Spezialist baut seine Infrastruktur derzeit mit hohem Tempo aus.

Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass Anthropic für sechs Jahre rund 45 Milliarden Dollar für Rechenkapazität bei Nscale in West Virginia ausgeben will. Dort sollen künftig Nvidia-Vera-Rubin-Systeme zum Einsatz kommen. Die Vereinbarung umfasst laut Reuters rund 460 Megawatt Kapazität.

Nvidia profitiert gleich mehrfach

Für Nvidia ist die Entwicklung ebenfalls relevant. Der Konzern verdient nicht nur am Verkauf seiner KI-Chips. Über Beteiligungen und Finanzierungsmodelle unterstützt Nvidia zunehmend Unternehmen, die anschließend genau diese Hardware benötigen.

Lambda ist dafür ein gutes Beispiel. Der Cloud-Anbieter zählt zu den sogenannten Neoclouds, die Rechenkapazität speziell für KI-Anwendungen bereitstellen. Laut Bloomberg führt Lambda zudem Gespräche über eine neue Finanzierung von bis zu drei Milliarden Dollar.

Das Geschäftsmodell hat für Nvidia einen zusätzlichen Vorteil: Je mehr Cloud-Anbieter und KI-Labore ihre Kapazitäten ausbauen, desto größer wird die Nachfrage nach den dafür benötigten Beschleunigern.

Nvidia (WKN: 918422)

Die Dimensionen werden der KI-Deals werden immer größer. Anthropic hat mit Lambda nun einen weiteren Vertrag über 35 Milliarden Dollar geschlossen – nur wenige Tage nach dem 45-Milliarden-Dollar-Deal mit Nscale. Der Wettlauf um Rechenleistung ist damit endgültig in einer neuen Größenordnung angekommen. DER AKTIONÄR bleibt für den AKTIONÄR-Depotwert Nvidia bullish. 

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.

Nvidia-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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