Der Einsatz von umstrittenen PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) ist auch in der Healthcare-Branche ein Problem. Mit der europäischen Initiative PFAROS soll dieses nun verstärkt angegangen werden. Eine tragende Rolle bei dem Vorhaben nehmen der DAX-Konzern Bayer und die belgische Medizintechnik-Gesellschaft Ion Beam Applications ein.
Im Rahmen von PFAROS werde die Universität Gent als akademische Leiterin der Initiative fungieren, während Ion Beam Applications und Bayer gemeinsam die Arbeiten zu Technologien für das Ende der Lebensdauer und die Abfallwirtschaft leiten werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Belgier. Der Medizintechnik-Konzern werde sich dabei auf die Bewertung des Potenzials seiner Elektronenstrahl- und Rhodotron-Technologie für die PFAS-Zersetzung konzentrieren.
Insgesamt hat sich ein Konsortium aus 91 europäischen und internationalen Partnern aus Industrie, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Aufsichtsbehörden und der Zivilgesellschaft der neuen europäischen Forschungs- und Innovationsinitiative angeschlossen.
Beim Rhodotron von Ion Beam Applications handelt es sich um einen Elektronenbeschleuniger, der bei der industriellen Sterilisation und Materialbearbeitung zum Einsatz kommt. Der Markt für Lösungen zum PFAS-Abbau steckt noch in den Kinderschuhen, könnte allerdings langfristig an enormer Bedeutung gewinnen – erst recht, wenn es sukzessive Verbote der umstrittenen "Ewigkeitschemikalien" geben sollte.
Ion Beam Applications ist ein intimer Kenner der Teilchenbeschleuniger-Technologien und der Weltmarktführer in der Protonentherapie. Umweltanwendungen könnte langfristig ein weiterer spannender Geschäftsbereich für das Hightech-Unternehmen werden; Lösungen zum PFAS-Abbau sind hier nur ein Beispiel dafür. Die Aktie bleibt ein klarer spekulativer Kauf.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
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