Am 14. September 2026 jährt sich die Ankündigung der Übernahme von Monsanto durch Bayer zum zehnten Mal. Die umstrittene Akquisition hat dem DAX-Konzern jede Menge Ärger eingehandelt. Doch bei den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten zeichnet sich endlich eine nachhaltige Lösung ab. Jüngst konnte Bayer einen weiteren wichtigen Meilenstein erreichen.
Denn am 27. August hat ein US-Bundesberufungsgericht den Antrag von einigen Klägern abgelehnt, die Entscheidung über den geplanten Sammelvergleich an ein anderes Bundesgericht zu verlegen. Die Klägergruppe wollte den Fall vom ursprünglichen Gericht in Missouri nach Kalifornien transferieren. Dort agiert wiederum der Richter Vince Chhabria, der Bayer immer wieder im Umgang mit den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten kritisiert hat.
„Das Unternehmen begrüßt, dass das Bundesberufungsgericht den Antrag der Kläger abgewiesen hat. Damit bleibt die Entscheidung der Vorinstanz in Kraft, die die Zuständigkeit für den Sammelvergleich zum ursprünglichen Gericht im US-Bundesstaat Missouri zurückverwiesen hatte", so die Bayer-Tochter Monsanto in einer Stellungnahme. "Dort sind die allermeisten Klagen zu Roundup™ anhängig. Zuvor hatten bereits weitere Gerichte in Missouri und auf US-Bundesebene die Versuche einiger Kläger abgelehnt, den Sammelvergleich zu torpedieren."
Der Sammelvergleich werde von Anwälten unterstützt, die zehntausende Kläger vertreten, heißt es weiter. Monsanto sei überzeugt, dass die Einigung für sämtliche Parteien fair sei und die Einsprüche unbegründet seien. Am 14. September findet hierzu eine Anhörung statt. Monsanto erwartet eine finale Genehmigung durch das Gericht in Missouri.
Bayer könnte zehn Jahre nach der Ankündigung der Übernahme von Monsanto die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten endlich nachhaltig in den Griff bekommen. Grundsätzlich wachsen bei Bayer jedoch die Bäume nicht in den Himmel und die Verschuldung ist immer noch hoch. Die Aktie ist nach wie vor kein Kauf.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
Heute, 09:19
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