Japan zählt knapp 123 Millionen Menschen, ist aus demografischer Sicht eines der ältesten größeren Länder und gilt laut IQVIA als der drittgrößte Pharma-Markt der Welt. Für etablierte Biopharma-Konzerne gehört eine Präsenz auf diesem Markt fest dazu. Auch das DAX-Unternehmen Bayer hat Japan fest im Blick und zuletzt weitere Fortschritte erzielt.
So strebt Bayer eine Zulassungserweiterung für seinen Wachstumstreiber Kerendia bei chronischer Nierenerkrankung (CKD) in dem asiatischen Land an. Die Leverkusener stützen sich hierbei auf positive Ergebnisse der Phase-3-Studie FIND-CKD bei Erwachsenen mit nichtdiabetischer chronischer Nierenerkrankung. Laut Bayer leben weltweit etwa 850 Millionen Menschen damit. Mehr als die Hälfte davon leidet an einer nichtdiabetischen CKD.
Bayer will mit Zulassungserweiterungen für Kerendia weitere potenzielle Erlösquellen mit dem Hoffnungsträger erschließen. Im zweiten Quartal erlöste Bayer mit dem Mittel bereits 329 Millionen Euro. Ein Plus von knapp 80 Prozent (nominal) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Kerendia wird in diesem Jahr über eine Milliarde Euro in die Kassen des DAX-Konzerns spülen.
Weitere Zulassung
Zu Wochenbeginn konnte Bayer bereits die Zulassung für Hyrnuo (Sevabertinib) zur Behandlung von Patienten mit HER2-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) in allen Therapielinien erhalten. Es sei die erste in Japan zugelassene zielgerichtete Therapie für diese Indikation, so das Unternehmen.
Apropos Japan: Mit der Biotech-Gesellschaft Cytokinetics arbeitet Bayer auch an der Entwicklung von Aficamten (Myqorzo). Im November 2024 schlossen die Unternehmen einen entsprechenden Lizenzdeal.
Bayer kann mit weiteren positiven Neuigkeiten aus der Pharma-Division bei den Anlegern punkten. Aber auch bei Bayer wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Die Aktie ist nach Ansicht des AKTIONÄR weiterhin kein Kauf.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
Heute, 09:08
Bei Google bevorzugen