Wie Michael Burry hat auch John Paulson mit Wetten gegen den US-Immobilienmarkt während der Finanzkrise ein Vermögen angehäuft. Hierzulande ist der Hedgefondsmanager allerdings nur eingefleischten Börsianern ein Begriff. Jetzt setzt der Milliardär voll auf Gold – und ist überzeugt, dass das Edelmetall erst am Beginn einer langfristigen, gewaltigen Hausse steht.
Den Grundstein für sein Vermögen legte Paulson Mitte der 2000er-Jahre. Über seinen Hedgefonds setzte er mit sogenannten Credit Default Swaps (CDS) gezielt auf den Zusammenbruch des US-Immobilienmarkts. Die Derivate dienten als Absicherung gegen Kreditausfälle bei hochriskanten Subprime-Hypotheken. Als die Immobilienblase 2007 platzte und die Finanzkrise ihren Lauf nahm, explodierte der Wert dieser Positionen. Paulson verdiente mit dem Trade Milliarden.
Oft wird Paulson in einem Atemzug mit „The Big Short“-Legende Michael Burry genannt. Tatsächlich hatten die beiden Investoren jedoch weder eine geschäftliche Partnerschaft noch arbeiteten sie gemeinsam an ihrer berühmten Crash-Wette. Beide erkannten die Risiken am US-Häusermarkt unabhängig voneinander und setzten mit ähnlichen Finanzinstrumenten auf dessen Kollaps. Während Burry durch Buch und Film „The Big Short“ weltweite Bekanntheit erlangte, blieb Paulson trotz seines mindestens ebenso spektakulären Erfolgs einer breiteren Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.
„Wir stehen erst am Anfang“
Heute richtet sich Paulsons Blick auf Gold. „Ich glaube wirklich, dass wir uns erst am Anfang oder in den frühen Stadien eines langfristigen Bullenmarktes für Gold befinden“, sagte er jüngst gegenüber CNBC. Nach seiner Einschätzung dürfte das Edelmetall in den kommenden Jahren weiter deutlich an Bedeutung gewinnen. Als Haupttreiber sieht er den schwindenden Vertrauensvorschuss vieler Anleger und Staaten gegenüber klassischen Fiatwährungen.
Vor allem die Nachfrage der Zentralbanken stimmt den Hedgefondsmanager optimistisch. Notenbanken rund um den Globus bauen ihre Goldreserven seit Jahren kontinuierlich aus. Gleichzeitig beobachtet Paulson ein wachsendes Interesse privater Investoren. Diese Kombination aus staatlicher und privater Nachfrage könne den Goldpreis langfristig weiter antreiben.
Nicht nur Gold – auch Minenaktien gewinnen
Vom Gold-Bullenmarkt sollen nach Ansicht des Milliardärs jedoch nicht nur Besitzer von Barren oder Münzen profitieren. Noch attraktiver seien Goldminenaktien, insbesondere Unternehmen mit großen, noch nicht vollständig erschlossenen Lagerstätten. „Der beste Weg zu investieren ist die Anlage in Goldaktien im Frühstadium“, erklärte Paulson.
Als besonders aussichtsreich hebt Paulson NovaGold Resources hervor. Das Unternehmen entwickelt mit Donlin in Alaska eines der größten unerschlossenen Goldprojekte der Welt. Dank der enormen Ressourcen sieht der Hedgefondsmanager hier einen überproportionalen Hebel auf einen weiter steigenden Goldpreis. Ganz uneigennützig dürfte diese Einschätzung allerdings nicht sein: NovaGold zählt bereits seit Jahren zu den größten Positionen in seinem Portfolio.
Nicht nur Paulson zeigt sich optimistisch für Gold – auch DER AKTIONÄR-Goldexperte Markus Bußler sieht weiteres Potenzial für das Edelmetall. Welche Goldminen-Aktien jetzt auf der Kaufliste stehen und ob NovaGold Resources tatsächlich dazugehört, erfahren Anleger in der neuen Ausgabe von Goldfolio.
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