Gold und Silber haben am Dienstag nach einer langen Durststrecke wieder deutlich zulegen können. Einige Marktteilnehmer nutzten nun das wieder niedrigere Niveau zum Einstieg, nachdem die Edelmetalle zu Jahresbeginn noch neue Höchststände erklommen hatten. Die Inflationsangst hat trotz hoher Ölpreise zuletzt etwas nachgelassen, was Gold und Silber in die Hände spielt.
Nach Einschätzung von ING-Stratege Ewa Manthey ist die aktuelle Aufwärtsbewegung allerdings vor allem als technische Gegenreaktion auf die vorherigen Verluste zu werten, nicht als Reaktion auf neue Schlagzeilen. Das geopolitische Umfeld bleibe für Edelmetalle zwar grundsätzlich unterstützend. Silber entwickle sich derzeit aber noch stärker, weil hier gleich zwei Faktoren zusammenspielen: die Nachfrage nach sicheren Häfen und die freundlichere Stimmung bei Industriemetallen im Sog steigender Kupferpreise.
Der Blick der Anleger richtet sich nun auf die US-Notenbank. Kommende Woche stehen die Zinsentscheidung der Federal Reserve sowie die Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh nach der zweitägigen Sitzung im Fokus.
Mit dem jüngsten Kursanstieg hat der Goldpreis die insbesondere psychologisch wichtige 4.000-Dollar-Marke wieder deutlich hinter sich lassen können. Aktuell kostet eine Feinunze 4.128 Dollar. Die nächste wichtige Hürde ist nun die 50-Tage-Linie, die es zu überwinden gilt. Die Feinunze Silber wird am Mittwochmorgen bei 59,62 Dollar gehandelt.
Die Entwicklung im Nahen Osten und die damit eng verbundene Inflationsentwicklung bleibt derzeit weiter das bestimmende Thema für die Edelmetalle. Die Lage dürfte deswegen volatil bleiben. Die langfristigen Aussichten bleiben aber ganz klar positiv. Etwaige größere Rücksetzer sollten Anleger deswegen zum Ausbau ihrer Positionen nutzen. Wer breit gestreut auf Gold- und Silberminenwerte setzen will, liegt beim Precious Metals Index des AKTIONÄR richtig. Alle wichtigen Infos dazu finden Sie hier. Mehr Infos zu den Edelmetallmärkten gibt es bei Goldfolio – dem Börsendienst für Gold- und Silberaktien.
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