Der Goldpreis gibt zum Start in die neue Handelswoche etwas nach. Für eine Feinunze Gold müssen aktuell 4.330 Dollar auf den Tisch gelegt werden, 0,3 Prozent weniger als noch am Freitag. Geht es nach Ronald Peter Stöferle, Goldexperte und Partner beim Vermögensverwalter Incrementum, hat der Goldpreis indes noch reichlich Luft nach oben.
Im Gespräch mit finanzen.net erklärte Stöferle: "Von Übertreibung kann keine Rede sein. Über 70 Prozent der Pensionskassen und Versicherungen halten weniger als zwei Prozent Gold." Optimal wäre seiner Ansicht nach eher ein Wert zwischen 14 und 18 Prozent.
Darüber hinaus sieht er angesprochen auf die von ihm ausgerufene "Goldene Dekade" noch enormes Potenzial: "Zeitlich haben wir mehr als die Hälfte hinter uns; inhaltlich ganz sicher nicht. Unser konservatives Dekadenziel von 4.800 Dollar wurde bereits übertroffen; das inflationäre Szenario liegt bei rund 8.900 Dollar. Zufällig entspricht das ziemlich genau der Höhe des Mount Everest in Metern. Und am Everest wie an den Märkten gilt: Je näher der Gipfel rückt, desto anspruchsvoller wird der Aufstieg."
Stöferle ergänzte zudem: "Wer 8.900 Dollar für utopisch hält, dem empfehle ich einen Blick auf den “Schattengoldpreis” – also jenen Goldpreis, bei dem die US-Geldbasis wieder durch Gold gedeckt wäre. Die Bretton-Woods-Mindestdeckung von 25 Prozent entspräche heute rund 5.200 Dollar. Dieses Niveau hat Gold heuer bereits gestreift. Die 40 Prozent-Deckung des Federal Reserve Act von 1913 ergäbe 8.350 Dollar, eine Volldeckung 20.900 Dollar. Aktuell liegt der Golddeckungsgrad des US-Dollars bei mageren 22,4 Prozent. Salopp formuliert: Von jedem Dollar ist ein Viertel durch Gold gedeckt, die restlichen drei Viertel sind Luft."
Die Aussichten für Gold bleiben gut. Wer gezielt auf diesen Bereich setzen will, liegt mit dem Best of Gold Miners und dem Indexzertifikat mit der WKN DA0AAY richtig. Wer breiter gestreut im gesamten Edelmetallsektor investieren will, liegt mit dem Indexzertifikat auf den Precious Metals Index mit der WKN MA2JGH richtig.
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