Der Goldpreis hat am Donnerstag deutlich nachgegeben. Notierte er im frühen Handel noch zeitweise im Bereich von 4.430 Dollar, rutschte er zuletzt bis fast 4.300 Dollar ab. Die Lage im Iran, damit verbundene steigende Ölpreise und Inflationsängste sorgten für Druck beim Edelmetall. Am Freitagmorgen kann sich der Goldpreis aber etwas stabilisieren. Anleger warten nun auf die US-Verbraucherpreise, die am Nachmittag veröffentlicht werden.
Am Freitagmorgen kostet die Feinunze Gold 4.336 Dollar, auf Wochensicht steuert der Goldpreis aber auf den dritten Rückgang in Folge zu. Charttechnische Unterstützung erhält die Notierung von der 100-Tage-Linie, die derzeit bei 4.335 Dollar verläuft.
Im Fokus stehen heute ganz klar die US-Verbraucherpreise, die heute Nachmittag um 14.30 Uhr MESZ veröffentlicht werden. Von Reuters befragte Ökonomen erwarten einen monatlichen Anstieg der Gesamtteuerung um 0,4 Prozent und eine Jahresrate von 3,4 Prozent. Bei der Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel werden 0,2 Prozent zum Vormonat und 2,4 Prozent zum Vorjahr prognostiziert. Die Daten dürften die Zinserwartungen vor der Fed-Sitzung am 15. und 16. September beeinflussen. Ein stärkerer Preisauftrieb könnte die Spekulation auf eine weitere Zinserhöhung befeuern. Das würde voraussichtlich den Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen stützen, Gold dagegen zusätzlich belasten. Bereits die US-Erzeugerpreise vom Donnerstag hatten die Inflationssorgen verstärkt.
Dennoch: Gold bleibt insgesamt gefragt – insbesondere die Zentralbanken zeigen weiterhin hohes Interesse an dem Edelmetall. Im zweiten Quartal kauften die Zentralbanken insgesamt 289 Tonnen Gold – so viel wie noch nie in einem zweiten Quartal. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Anstieg von mehr als 60 Prozent.
Auch wenn kurzfristig Inflationssorgen den Goldpreis bremsen, die langfristigen Aussichten bleiben gut. Wer gezielt auf diesen Bereich setzen will, nutzt größere Rücksetzer, um sich mit dem Best of Gold Miners Index zu positionieren. Konservative Anleger setzen hier auf das Indexzertifikat mit der WKN DA0AAY. Alle wichtigen Infos und weitere Investmentmöglichkeiten finden Sie hier.
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