Die Inflation in den USA hat sich zum Jahresauftakt stärker als erwartet abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen im Januar im Jahresvergleich um 2,4 Prozent, nach 2,7 Prozent im Dezember. Volkswirte hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, im Schnitt jedoch 2,5 Prozent erwartet.
Hauptgrund für den Rückgang sind sinkende Energiekosten. Benzin verbilligte sich im Jahresvergleich um 7,5 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich dagegen weiterhin überdurchschnittlich stark.
Im Monatsvergleich legten die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent zu. Die Kerninflation – ohne Energie und Nahrungsmittel – ging leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent zurück. Dies entsprach den Erwartungen.
Ökonomen zeigten sich überrascht. Angesichts der US-Zollerhöhungen sei eher mit einem stärkeren Preisauftrieb gerechnet worden. Offenbar gelinge es vielen Unternehmen, höhere Einkaufspreise durch Produktivitätsgewinne auszugleichen.
Trotz der Abschwächung liegt die Inflation weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel der US-Notenbank. Handlungsdruck ergibt sich aus den Daten jedoch nicht zwingend. Beobachter rechnen dennoch damit, dass der Druck auf Fed-Präsident Jerome Powell steigt, bis zum Ende seiner Amtszeit im Mai eine Zinssenkung einzuleiten.
Die Veröffentlichung der Daten hatte sich wegen eines kurzfristigen „Shutdowns“ von Bundesbehörden verzögert. Am Devisenmarkt gab der US-Dollar nach, während der Euro auf ein Tageshoch stieg.
(Mit Material von dpa-AFX)
Heute, 14:45